Sido: Es ging um die Musik

Sido
Sido © Cover Media

Sido (33) betonte, dass die Jury-Entscheidung beim ESC unabhängig von Nationalität, Religion oder sexuellen Gesinnung gefallen sei.

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Sorry, Conchita!

Der Rapper ('Liebe') saß gemeinsam mit den Sängern Andreas Bourani, Madeline Juno und Jennifer Weist sowie Manager Konrad Sommermeyer in der Fachjury beim diesjährigen Eurovision Song Contest. Im Gegensatz zum deutschen Publikum schätzten die Experten den Auftritt von Siegerin Conchita Wurst nicht gut ein und wählten sie insgesamt nur auf den elften Platz - was null Punkte bedeutet hätte.

Weil ihm in den Tagen nach der Show viel Kritik entgegenschlug, entschied sich der Hip-Hopper gestern dazu, eine Statement via Facebook zu veröffentlichen, in dem er zwar keinerlei Kommata setzte, dafür aber seine Entscheidung erklärte: "Mein Job in dieser Jury war es zu beurteilen was ich da höre und sehe ... Nichts anderes habe ich getan ... Weil ich ein toleranter Mensch bin habe ich auch jedem Kandidaten die selbe Chance gegeben mich zu überzeugen, unabhängig von seiner Nationalität, seiner Religion oder seiner sexuellen Gesinnung …" Der Auftritt von Conchita Wurst, bei dem sie ihren Hit 'Rise Like a Phoenix' sang, konnte Sido schlichtweg nicht überzeugen. "Hier ging es um die Musik, die Komposition, die Stimme, die Performance...

Nichts anderes ist in meine Wertung eingeflossen ... Die einzige Diskussion die man also zulassen kann is die warum mir die Komposition und die Performance des Herren aus Österreich nicht gefallen hat ...", schrieb der Star weiter.

Conchita gewann den ESC am Samstag mit 290 Punkten und holte die Krone damit nach Österreich. Viele sehen in dem Sieg einen Meilenstein der Toleranz, da die Travestiekünstlerin als Frau mit Bart für viel Aufsehen sorgt. Auf einer Pressekonferenz einen Tag nach ihrem phänomenalen Sieg erklärte die Entertainerin: "Das war gestern nicht nur ein Sieg für mich, sondern ein Sieg für die Menschen, die an eine Zukunft glauben, die ohne Diskriminierung funktioniert und die auf Toleranz und Respekt basiert. Das war länderübergreifend und hatte nichts mit Westen und Osten zu tun."

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