Sido: Die Menschen sind Egoisten 

Sido: Die Menschen sind Egoisten 
Sido © Cover Media

Sido (34) und Andreas Bourani (31) warfen einen kritischen Blick auf die Welt aus der Perspektive eines Astronauten. 

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Kritischer Blick auf die Welt 

Mit dem Hit 'Astronaut' landeten der Rapper ('Mein Block') und sein Kollege ('Auf uns') direkt auf Platz 1 der Single-Charts. Im Interview mit 'Universal Music' sprachen die beiden nun über die Inspiration, die hinter dem Song steckt.

"Die Inspiration bei dem Lied 'Astronaut' war tatsächlich Alexander Gerst. Ich folge dem beim Twitter und er hat Fotos von da oben gepostet", erklärte Sido. 

Der Song zeichnet ein sehr kritisches Bild unserer Welt. "Materielle Dinge, die ein Mensch glaubt zu braucht, die sind da oben unwichtig. Wir haben uns da zu irgendetwas hinentwickelt… wir nennen uns Menschen, aber sehr oft fehlt die Menschlichkeit. Diese Menschlichkeit besteht zum großen Teil aus Egoismus", erklärte Sido weiter. 

Für Bourani war vor allem die Perspektive eines Astronauten eine Inspiration beim Songschreiben: "Dieser Song ist auch wie der Effekt, den das Reisen hat, wenn man aus seinen Gewohnheiten ausbricht und gezwungen ist, eine andere Perspektive einzunehmen. Das ist das Ziel, was 'Astronaut' ja auch sagt: 'Ich muss mal wieder weg hier'… Ich habe so ein Bedürfnis, mal wieder was Neues zu sehen, eine neue Perspektive einzunehmen", berichtete Bourani und fügte hinzu: "Dieser Wunsch zu fliegen, über den Dingen zu sein, da steckt so vieles drin. Das ist eine wahnsinnige Sehnsucht. Dieser Anblick, diese friedvolle Kraft, die das hat, die Erde von oben zu sehen. Denn eigentlich ist die Erde friedlich, man fragt sich nur, warum die Menschen so selten friedlich sind. Seit dem Dasein der Menschen gab es Krieg und Zerstörung und manchmal ist es eben einfach zu viel und deshalb auch dieser Song."

Sido war derjenige, der die Idee für einen gemeinsamen Track hatte und den Stein für die Kollaboration ins Rollen brachte. "Wir haben uns vor acht Jahren in einem Studio in der Nähe von München kennengelernt, als er sich neben mir eingemietet hatte. Wir haben da nächtelang herumgehangen und Spaß gehabt. Der Kerl ist ja mittlerweile vielbeschäftigt, und hat es eigentlich nicht mehr nötig, mit irgendeinem Sido Mucke zu machen. Dass wir uns so lange kennen, war sicher ein Faktor, warum er dennoch zugesagt hat", berichtete Sido im Interview mit dem 'Kölner Stadt-Anzeiger', wie es zur Zusammenarbeit kam.

Als Sido seinen Kollegen dann anrief und ihm das Projekt vorschlug, sagte dieser sofort zu: Das Ergebnis kann sich sehen beziehungsweise hören lassen!

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