Shitstorm: Komponist zieht Königslied für Willem-Alexander zurück

Komponist zieht Krönungslied für Willem-Alexander zurück
Maxima und Willem-Alexander: Komponist zieht Krönungslied zurück © dpa, Robin Utrecht

Es sollte DAS Königslied zum niederländischen Thronwechsel am 30. April sein, doch da hatte der Komponist die Rechnung nicht mit dem niederländischen Volk gemacht. Nach der Veröffentlichung des Songs schlug John Ewbank ein Sturm der Entrüstung entgegen.

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Inzwischen hat er das Königslied für den künftigen niederländischen Monarchen Willem-Alexander zurückgezogen. Angesichts des Shitstorms im Internet habe er keine andere Wahl gesehen, teilte John Ewbank auf seiner Facebook-Seite mit. Unter anderem sei er aufgefordert worden, sich „in Schande begraben zu lassen“. Zudem seien die Steinigung und die Verbrennung auf einem Scheiterhaufen als Strafen für das „schlechteste Lied aller Zeiten“ gefordert worden.

Sicherlich sind Niederländer Patrioten. Aber der Liebeslied-Text für Oranje-King Willem war für viele unerträglich: „Durch Regen und Wind werde ich bei dir bleiben, ich werde dich gegen alles beschützen, was kommt. Ich werde wachen, wenn du schläfst. Ich behüte dich vor dem Sturm. Ich bewahre dich in Sicherheit, solange ich lebe“, heißt es in dem Lied unter anderem.

John Ewbank erntete für sein Krönungslied nur Spott.
Der Komponist John Ewbank erntete für das Krönungslied nur Hohn. © dpa, Robin Van Lonkhuijsen

Das Komitee für den Thronwechsel erklärte, Anliegen des Königslieds sei es gewesen, Menschen zu verbrüdern und nicht, sie zu entzweien. An der Textdichtung für die Lobeshymne auf den künftigen König hatten sich zuvor Hunderte von wohlmeinenden Niederländern im Internet beteiligt.

Der Song sollte beim Thronwechsel von Königin Beatrix zu Willem-Alexander am 30. April in Amsterdam als Hymne des Tages erklingen. Zur geplanten Gala-Aufführung am Abend des Thronwechsels wurde das Publikum aufgerufen, begleitende Gesten zu üben: „Streckt drei Finger in die Luft und zeigt das W für Willem, es ist auch das W für wir!“.

Bilderquelle: dpa

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