Shitstorm gegen Mark Hamill

Shitstorm gegen Mark Hamill
Mark Hamill auf der Comic-Con in San Diego im Juli 2015 © Richard Shotwell/Invision/AP

Nach dem brutalen Mord an zwei TV-Journalisten im US-Bundesstaat Virginia am vergangenen Mittwoch hat sich "Star Wars"-Legende Mark Hamill via Twitter zu Wort gemeldet. Der 63-Jährige fordert endlich strengere Waffengesetze in den USA. "GENUG!", schrieb er in Großbuchstaben und verwies auf das Vorbild Australien. Dort gibt es nämlich bereits seit 1996 strengere Waffengesetze. Damals tötete ein Mann am Touristen-Hotspot Port Arthur mit einer halbautomatischen Waffe 35 Menschen, viele weitere wurden verletzt. Daraufhin verbot die australische Regierung automatische und halbautomatische Waffen sowie Pumpguns.

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Er will härtere Waffengesetze

Bei einem im Anschluss ausgerufenen nationalen Rückkauf-Programm von Schusswaffen wurden aus der Bevölkerung über 640.000 Waffen abgegeben. Seitdem sind Tötungsdelikte mit Schusswaffen stark zurückgegangen. Amerika könne das genauso schaffen, so Hamill. Ein Denkanstoß, der doch eigentlich auf viel Zuspruch stoßen sollte. Doch weit gefehlt. Hamill erntete im Kurznachrichtendienst für seinen Vorschlag einen ordentlichen Shitstorm.

 

"Lass unsere Verfassung in Ruhe"

 

"Mark, du bist verdammt peinlich. Das Letzte was wir haben ist ein Waffen-Problem in diesem Land. Wir haben ein Menschen-Problem", echauffierte sich ein User. "Vorschlag, wandere nach Australien aus und dein Problem ist gelöst. Lass unsere Verfassung in Ruhe", war ein weiterer zynischer Kommentar. Und ein anderer Twitter-Nutzer polterte gegen Hamill, dass Erwachsenen-Diskussionen nicht seine Stärke seien, er solle doch lieber dabei bleiben, Zeichentrickserien für Kinder zu synchronisieren.

Wie stumpfsinnig die Anfeindungen teilweise waren, belegt vor allem ein Tweet, in dem Hamill mit seiner "Star Wars"-Rolle Luke Skywalker in Verbindung gebracht wurde. So schrieb ein User: "Wie hätten die Rebellen das Reich besiegen können ohne Waffen, Klugscheißer?" Kein Wunder, dass Hamill auf solche Aussagen gar nicht erst reagierte.

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