Senta Berger: Der erste Drehtag bei 'Unter Verdacht' startete mit einem Schock   

Senta Berger: Große Trauer überschattete den ersten Drehtag
"Unter Verdacht: Ein Richter" (23.4., 20.15 Uhr, ZDF): Dr. Eva Maria Prohacek sitzt nachdenklich im Gerichtssaal © ZDF/Barbara Bauriedl

Was für eine traurige Geschichte! Schauspielerin Senta Berger (74) hat den Albtraum eines jeden Tierbesitzers erlebt: Die geliebte Katze ist überfahren worden. Und das auch noch an einem ganz besonderen Tag, nämlich zu Beginn der später sehr erfolgreichen Krimi-Reihe "Unter Verdacht":

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Krimi-Reihe "Unter Verdacht"

"Der erste Drehtag war im November 2001. Ich erinnere mich so gut daran, weil es nicht nur der erste Drehtag zu einer wichtigen Arbeit war, sondern auch weil an diesem Morgen meine Katze, die geliebte Lilli, überfahren worden war. Ich musste zum Drehen gehen und vor mir lag meine tote Katze. Es war ganz furchtbar", erinnert sich die Künstlerin im Gespräch mit spot on news. Wie viel Überwindung es sie gekostet haben muss, trotzdem am Set zu erschienen, kann man nur erahnen. Fakt ist, der erste "Unter Verdacht" wurde 2002 im ZDF ausgestrahlt.

Dass Senta Berger trotz des privaten Dramas so professionell an das neue Projekt herangegangen ist, hat wohl auch damit zu tun, dass ihr die Reihe sehr am Herzen liegt: "Wir konnten immer gesellschaftliche Themen aufgreifen und darüber so spannend und unterhaltend wie möglich - es ist ja kein Dokumentarfilm - erzählen. Das hat mich von Anfang an sehr interessiert", sagt sie.

 

Die "engagierte Gruppe"

 

Auch stehe eine sehr "engagierte Gruppe, bestehend aus dem Produzenten, der Redakteurin, Regisseur Friedemann Fromm, Drehbuchautor Alexander Adolph und mir" hinter dem Format, das damals vom ZDF für den freigewordenen Samstagabend-Sendeplatz bei ihnen angefragt worden war. An ihrer eigenen Rolle, der internen Ermittlerin, hat Senta Berger höchstpersönlich mitgebastelt: "Alexander Adolph hat mich in die Überlegungen zur Dr. Eva-Maria Prohacek einbezogen: Wie spricht sie? Was hat sie an? Hat sie ein Privatleben? Auf diese Weise haben wir das Format langsam entwickelt."

 

Geschichten aus dem Leben

 

Die Fälle in "Unter Verdacht" sind manchmal unglaublich. Und doch sind sie nicht frei erfunden: "Das muss man sich alles leider nicht ausdenken, man muss nur in die Zeitungen schauen, auch in ausländische", so Berger und nennt ein aktuelles Beispiel: "Der Missbrauch durch russische Pflegedienste war schon 2014 bei uns ein großes dramatisches Thema."

Dass die Fälle in der Krimi-Reihe stets anspruchsvoll und manchmal auch kompliziert sind, gibt Senta Berger gern zu. "Das stimmt, es ist anspruchsvoll und man muss ein bisschen mitdenken. Meine Familie in Wien - Cousine, Cousin, Nichten, Neffen - sagt dann manchmal: 'Du warst schon gut, aber verstanden haben wir es nicht. Spannend war es trotzdem", erzählt die gebürtige Wienerin lachend.

 

Wie wichtig ist die Quote?

 

"Anspruchsvoll und manchmal auch kompliziert" klingt ein bisschen nach Quoten-Killer. Senta Berger lässt sich davon aber nicht beeindrucken. "Ich sehe das natürlich gelassener als die Sender. Ich weiß auch, es gibt stärkere und schwächere Folgen. Es gibt auch Fußballspiele im anderen Sender; dagegen kommt man nicht an. Aber wir sind jahrelang 'gegen' den 'Musikantenstadl' gelaufen und hatten trotzdem konstant an die sechs Millionen Zuschauer", fasst sie den Erfolg zusammen.

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