Sebastian Blomberg: Kein Fan der katholischen Kirche

Sebastian Blomberg
Sebastian Blomberg © Cover Media

Sebastian Blomberg (42) sieht seinen neuen Film 'Verfehlung' nicht als Werbefilm für die katholische Kirche.

- Anzeige -

Neuer Film 'Verfehlung'

Der Schauspieler ('Anatomie') stellt in dem Streifen den Priester Jakob Völz dar, dessen Freund des sexuellen Missbrauchs eines Jungen beschuldigt wird. Der Geistliche versucht mit allen Mitteln, die Wahrheit herauszufinden.

Die Reaktion der Kirche auf den Film sei bisher sehr positiv gewesen, verriet Sebastian nun im Interview mit dem 'Berliner Kurier'. "Eigentlich zu positiv. Sie drücken uns fest an ihre Brust, während ihnen der Angstschweiß von der Stirn rinnt", erklärte er, machte aber auch deutlich, dass dem von Missbrauchsskandalen geplagtem Glaubensbund mit 'Verfehlung' kein Gefallen getan werden sollte. "Ich will von der katholischen Kirche aber nicht umarmt und vereinnahmt werden. Wir haben keinen Imagefilm für die katholische Kirche gedreht."

Generell glaubt der Filmstar allerdings, dass sich in der katholischen Kirche in den letzten Jahren viel verändert habe. "In der katholischen Kirche ist ein Paradigmenwechsel eingeleitet worden. So verkaufen sie es jedenfalls. Das hat sicher auch mit dem neuen Papst zu tun", mutmaßte Sebastian.

Ignorieren könne die Kirche die Skandale um Kindesmissbrauch seiner Ansicht nach nicht mehr, weshalb sie sich für Filme wie 'Verfehlung' auch so offen zeige. "Jetzt geht es darum, das merkt man auch an der Reaktion der katholischen Kirche. Wir können es nicht mehr verhindern, wir können es nicht mehr verbergen, also werden wir es strategisch umarmen, das Thema. Oder uns jetzt auch als Film, das merkt man schon an der Reaktion der Kirchenvertreter: Das ist wie eine strategische Umarmung. Wir müssen das auf eine Weise richtig finden, weil wir können ja nicht mehr leugnen, dass es diesen Missbrauch in der Kirche gegeben hat", erklärte er im 'Deutschlandradio Kultur'.

Neben Sebastian Blomberg standen für 'Verfehlung' auch Stars wie Kai Schumann (38, 'Doctor's Diary') und Sandra Borgmann (40, 'Der Baader Meinhof Komplex') vor der Kamera. Heute [26. März] kommt das Drama in die Kinos.

Cover Media

— ANZEIGE —