Sean Penn: Actionfilme sind "heimliche Vergnügen"

Sean Penn: Actionfilme sind "heimliche Vergnügen"
Sean Penn schaut sich privat ganz gerne mal Actionfilme an © Chris Pizzello/Invision/AP

Schauspieler und Regisseur Sean Penn ("The Tree of Life") interessiert sich für Actionfilme eigentlich nur in privater Hinsicht. "Alle Filme dieses Genres, die ich als Zuschauer gut finde, interessieren mich als Schauspieler überhaupt nicht", erzählt er im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der 54-Jährige bezeichnet dieses Genre als "heimliche Vergnügen": "Man sieht sich das gerne an, würde das aber niemals zugeben."

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Gewalt ohne Konsequenzen

Das Problem an diesem Genre liegt laut Penn an der Gewalt, die im Film meist als kosequenzenlos dargestellt wird. "Das Leben eines Menschen auszulöschen bedeutet eigentlich nie wirklich etwas." Die Filmemacher haben Penns Meinung nach kein Interesse daran, "deutlich zu machen, was Gewalt bedeutet."


Bei dem Drehbuch zu Penns neuen Film "The Gunman"- auch ein Actionstreifen - sei das ganz anders gewesen. "Die Gewalt fügt sich ganz organisch in die Geschichte ein", so der Ehemann von Charlize Theron (39) über die Romanverfilmung. Er habe einfach das Drehbuch gelesen, das habe etwas in ihm ausgelöst. "Und das ist immer der Moment, in dem es für mich interessant wird."


Sean Penn wurde 1960 in Santa Monica, Kalifornien geboren, schon Mitte der 70er arbeitete er als Schauspieler. Seine erste Kinorolle hatte er im Film "Die Kadetten von Bunker Hill" (1981) an der Seite von Tom Cruise (52). Es folgten diverse große Hollywood-Produktionen - nur eben wenige Komödien. 2004 und 2009 gewann er einen Oscar. Penn ist auch als Regisseur tätig: Er verfilmte unter anderem "Das Versprechen" (2001) mit Jack Nicholson oder "Into the Wild" (2007) mit Emile Hirsch.

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