'Schweinskopf al dente': So sehen Sebastian Bezzel und Simon Schwarz ihre Rollen in der Krimikomödie

Sebastian Bezzel und Simon Schwarz: Männer wollen Helden sein
"Schweinskopf al dente"-Szenenbild: Susi (Lisa Maria Potthoff) verlässt Franz (Sebastian Bezzel) und Niederkaltenkirchen © © 2016 Constantin Film Verleih GmbH / Bernd Schuller

Jahrelang ging alles gut - zumindest aus der Sicht des Dorfpolizisten Franz Eberhofer. Doch nun hat die hübsche Sekretärin Susi die Nase voll von der On-Off-Beziehung. Sie zieht zu ihrem italienischen Lover an den Gardasee. Eberhofer versucht zwar noch, sie zurückzuhalten, die richtigen Worte wollen ihm aber einfach nicht einfallen. Ein Männerding, wie sich im Gespräch mit den Schauspielern Sebastian Bezzel (45, "Stellungswechsel") und Simon Schwarz (45, "Vorstadtweiber") über "absurde Heldenaktionen", "eigentliche Superhelden" und ihre Rollen in der Krimikomödie "Schweinskopf al dente" (Kinostart: 11.8.) herausstellt.

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Tiefer Einblick

 

Dorfpolizist Franz Eberhofer ist ein typischer bayerischer Grantler, ein Stoiker, stur, manchmal charmant, vor allem aber bleibt er bei sich. Steckt das auch in Ihnen, Herr Bezzel?

 

Sebastian Bezzel: Ja. Bei den Dreharbeiten schlafe ich einfach ganz wenig, dann bin ich so grantig, dass sie nur die Kamera draufhalten müssen. Der Grant ist Bayerns Antwort auf den portugiesischen Fado - das klingt doch gleich viel kulturell hochstehender. Spaß beiseite: Ich bin auch ein Grantler, aber nicht so wie der Eberhofer. Es gibt Tage, an denen ich mich in mich selbst zurückziehe und ein bisschen maulfaul und muffig bin, aber das hoffentlich nicht zu oft.

 

Als die Susi nach Italien auswandern will, findet Eberhofer nicht gerade die richtigen Worte. Ist das typisch Mann?

 

Bezzel: Ich glaube, dass der Eberhofer eine Art Selbstzerstörungsknopf hat, den er ständig mit sich herumträgt und auf den er dann drückt. Irgendwie glaube ich aber auch, dass es Absicht ist bei ihm oder Taktik. Tatsächlich fährt die Susi dann ja nach Italien und da erschrickt er doch, auch weil er sich nie vorstellen könnte, aus Niederkaltenkirchen wegzugehen.

Simon Schwarz: Eberhofers Reaktion ist schon so ein bisschen ein Männerding. Die Frauen erwarten den einen Satz. Den sagt man dann aber nicht. Was das anrichtet, wird einem erst dann so richtig bewusst, wenn es wirklich zu spät ist.

Bezzel: Andererseits ermöglicht einem genau das auch eine andere große Männerleidenschaft: absurde Heldenaktionen bauen. Das ist zwar keine Absicht, aber sehr männlich.

 

Rudi Birkenberger ist doch eigentlich vollkommen in Ordnung, hat das Herz am rechten Fleck, will Teamwork, ist sehr freundlich zur Oma... Warum bekommt er immer eine auf den Deckel, was macht er zwischenmenschlich falsch?

 

Schwarz: Genauso ist es. Aber es ist auch ganz wichtig, dass er eigentlich alles richtig macht und trotzdem eine auf den Deckel bekommt. Wenn der Rudi Birkenberger ein Depp wäre, der die Fälle nicht ernst nimmt, bräuchte man diese Figur gar nicht. Er schluckt es runter und macht weiter.

Bezzel: Er macht nichts falsch. Aber die Sachen, die er richtig macht, macht er zu penetrant. Ihm fehlt eine gewisse Lässigkeit. Wenn man dem Rudi sagt "Ich geh mit dir ein Bier trinken", sagt er beim Biertrinken: "Und morgen gehen wir zum Griechen und übermorgen ins Kino". Dann muss man natürlich wieder auf die Bremse treten.

Schwarz: Der Rudi will immer gleich die Hochzeit - und alles. Er ist wahrscheinlich ein guter Freund, aber man bekommt ihn dann halt auch nicht mehr los.

Bezzel: Der Franz Eberhofer vertraut nur zwei Menschen zu 100 Prozent: der Oma und dem Rudi. Nicht einmal der Susi vertraut er so, sie hat ihn ja mit dem Italiener betrogen. Der Heizungspfuscher Flötzinger (Daniel Christensen) betrügt ihn ständig mit den Rechnungen. Eberhofers Vater (Eisi Gulp) ist ebenfalls ein unsicherer Kantonist mit seinem Gekiffe. Der Bruder Leopold (Gerhard Wittmann) ist ein Komplettausfall... Wenn man dem Rudi einen Rahmen gibt, die Ermittlung in einem Mordfall, dann läuft das auch. Und schlussendlich: Wer rettet den Eberhofer jedes Mal? Immer der Birkenberger! Eigentlich ist er der Superheld.

 

+++ Darum geht's in "Schweinskopf al dente" +++

 

Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) kommt nicht zur Ruhe in der tiefsten bayerischen Provinz Niederkaltenkirchen. Seine On-Off-Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) hat ihn verlassen, um mit einem Verehrer in einer Pizzeria am Gardasee neu durchzustarten. Zudem ist da noch die unangenehme Sache mit dem Küstner (Gregor Bloéb), einem entflohenen Psychopathen, der auf Rache sinnt.

Ganz oben auf seiner Liste: Franz' Vorgesetzter Moratschek (Sigi Zimmerschied), der panisch wird, als er nachts einen blutigen Schweinskopf in seinem Bett vorfindet. Moratschek erklärt Franz zu seinem persönlichen Bodyguard und quartiert sich kurzerhand auf dem Eberhofer-Hof ein. Zum Glück kann sich Franz auf seinen Freund Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) verlassen...

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