Schmierenkampagne gegen Jay Z?

Schmierenkampagne gegen Jay Z?
Stopp: Mit einer Twitter-Tirade verschaffte Jay Z sich jetzt Luft © Brad Barket/Invision/AP

Der Rapper und Unternehmer Jay Z (45) tritt für gewöhnlich mit großer Selbstsicherheit an die Öffentlichkeit. Warum auch nicht? Die meisten Projekte, die er anfasst, sind äußerst erfolgreich. Sein Musik-Streaming-Dienst Tidal ist das derzeit wohl jedoch noch nicht. Augenscheinlich deswegen ließ sich der Rap-Mogul, der bürgerlich Shawn Carter heißt, nun zu einer wahren Tirade von Twitter-Posts hinreißen - voller Rechtfertigungen und Anschuldigungen. Mit dem Tweet "Bewusstseinsstrom in 5, 4, 3, 2..." eröffnete er den Reigen teils etwas seltsamer Posts.

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Er beschuldigt die Konkurrenz

Der Rapper glaubt anscheinend, dass seine Konkurrenz ihn und den Service absichtlich schlecht macht. "Es gibt viele große Firmen, die Millionen für eine Schmierenkampagne ausgeben. Wir sind nicht Anti-Irgendwer, wir sind Pro-Künstler und -Fan", schreibt Jay Z. Vermutlich meint der Musiker damit direkte Konkurrenten wie den beliebten Dienst Spotify, der laut eigenen Angaben über 15 Millionen zahlende und 60 Millionen aktive Nutzer besitzt. Tidal bringt es laut einem der Tweets von Jay Z auf rund 770.000 zahlende User.

Man sei ja erst seit Kurzem im Geschäft und auch der "iTunes Store wurde nicht an einem Tag erbaut", schreibt Jay Z weiter. "Bitte gebt uns eine Chance zu wachsen und besser zu werden", bittet der Rapper und Unternehmer. Bei Tidal bekommen die Künstler einen höheren Anteil an den Einnahmen, als bei den Konkurrenten. Auch den Vorwurf, dass bekannte Musiker nur mehr Kohle scheffeln wollten, spricht er an. Demnach bekämen nicht nur die Künstler, die mit ihm den Relaunch des Services vor wenigen Wochen vorgestellt hatten - darunter Madonna (56, "Girl Gone Wild"), Rihanna (27), Kanye West (37) und Nicki Minaj (32, "Starships") - mehr Geld, sondern alle vertretenen Musiker.

Die Bewertungen von Tidal - und das Interesse der User - können bestenfalls als mittelprächtig bezeichnet werden. Während Spotify in den iOS- und Android-Stores mit durchschnittlich 4,5 von 5 möglichen Sternen bewertet ist, bringt es Tidal nur auf je 3 von 5 Punkten. Auch in den jeweiligen Charts ist der Dienst nirgendwo in der Nähe der beliebtesten Downloads zu finden.

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