Schluss mit 'Cindy aus Marzahn': Deshalb hat Ilka Bessin keine Lust mehr auf ihre prollige Kunstfigur

Cindy aus Marzahn geht in den Ruhestand
Ein Bild aus der Vergangenheit: Ilka Bessin will nicht mehr Cindy aus Marzahn sein © Sony Music

Ein Dauergast im deutschen Fernsehen ist - heimlich, still und leise - von uns gegangen. Wenn auch nur im übertragenen Sinne. Fakt ist: Cindy aus Marzahn, die prollige Comedy-Kunstfigur von Ilka Bessin (44, 'Pink Is Bjutiful'), ist nicht mehr. Bessin wird nicht mehr in ihre Erfolgsrolle schlüpfen, wie sie dem 'Spiegel" erzählte. Der letzte Auftritt von "Cindy" habe bereits Anfang Juni stattgefunden.

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Ilka Bessin gibt Kultrolle der Cindy aus Marzahn auf

Für das Aus der bekannten Figur gibt es offenbar mehrere Gründe. Zum einen wollte Bessin den Erfolg wohl nicht überstrapazieren. "Wenn man sich elf Jahre lang Abend für Abend eine Perücke aufsetzt und einen pinkfarbenen Jogginganzug anzieht, muss man aufpassen, dass die Leute nicht irgendwann sagen: 'Boah, ich kann den Scheiß nicht mehr sehen.' So weit soll es nicht kommen", sagte sie. 

Andererseits hatte die Komikerin auch unter ihrem Alter Ego zu leiden, wie sie sagt. Gerade in den sozialen Medien habe es teils äußerste derbe Anfeindungen gegeben. So habe ein User geschrieben, Cindy aus Marzahn - beziehungsweise ihre Darstellerin - gehöre "zurückgefickt und abgetrieben". "Dann fragst du dich schon, ist es das wert, ständig in die Fresse zu kriegen? (...) Wenn du so wüst beschimpft wirst, sitzt du auch mal nur zu Hause und flennst", gestand Bessin.

Bessin hatte die Figur der Cindy aus Marzahn im Jahr 2000 erfunden. Markenzeichen waren Jogginganzüge in knalligen Farben, völlig übertriebenes Make-Up, sarkastische Sprüche und ein deplatziertes Prinzesschen-Outfit mit Krönchen und blonder Perücke. Über die Jahre hatte Cindy aus Marzahn zahllose Auftritte bei RTL, später auch als Assistentin bei 'Wetten, dass..?!' und bei Sat.1. Im Jahr 2012 hatte sogar die "New York Times" Cindy aus Marzahn mit einem längeren Artikel bedacht.

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