Sarah Knappik sollte Fake-Freundin für schwulen Fußballer werden

Sarah Knappik
Sarah Knappik behauptet, schon als falsche Spielerfrau angefragt worden zu sein. © picture alliance / SCHROEWIG/Eva, SCHROEWIG/Eva Oertwig

Sind falsche Spielerfrauen der traurige Alltag im deutschen Profifußball?

Engagieren homosexuelle Fußballer Frauen, die in der Öffentlichkeit die Freundin mimen? Gerüchte dieser Art gibt es schon länger, gilt es im Profifußball doch noch immer als Tabuthema, offen zu seiner Homosexualität zu stehen. Model Sarah Knappik jedenfalls behauptet, schon als Fake-Freundin angefragt worden zu sein. "Ich wurde auch schon mal gefragt, ob ich Spielerfrau werden möchte", sagte die Ex-Dschungel-Kandidatin der 'Bunte'.

- Anzeige -

"2009 oder 2010 habe ich ein Angebot bekommen, und zwar für den krassesten Fußballer, glaube ich. Aber ich mache so was nicht. Ich habe entweder echte Liebe oder gar keine. Eine andere wurde dann seine 'Freundin'", so die 27-Jährige weiter.

"Männer, steht zu eurer echten Liebe!"

Seine Liebe verleugnen aus Angst, ausgegrenzt und angefeindet zu werden - das scheint die traurige Realität im deutschen Profisport zu sein. Vielleicht wird das Coming-out von Thomas Hitzlsperger daran in Zukunft etwas ändern. Als erster Bundesliga-Fußballer hat sich der ehemalige Nationalspieler im Interview mit der 'Zeit' zu seiner Homosexualität bekannt. Dass die News so hohe Wellen schlug, steht symptomatisch dafür, wie wenig offen und tolerant viele diesem Thema noch immer gegenüberstehen. "Jeder kann dazu stehen. Das ist etwas völlig Normales und überhaupt nicht schlimm. Das darf einfach nicht schlimm sein", findet auch Sarah Knappik.

Das Coming-out von Hitzlsperger stimme sie aber optimistisch: "Ich finde das so cool, dass jetzt langsam die Fußballspieler damit rausrücken." Das Model appelliert: "Männer, steht zu eurer echten Liebe! Gerade wenn sie dazu stehen würden, würden sie so vielen jungen Menschen da draußen Mut und Kraft geben, die auch Probleme mit ihrem Coming-Out haben." Dem haben wir eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Foto: dpa

— ANZEIGE —