Sarah Connor hat etwas zu sagen

Sarah Connor hat etwas zu sagen
Sarah Connor © Cover Media

Sarah Connor (34) ist es wichtiger, eine Botschaft zu übermitteln, als im Radio gespielt zu werden.

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Auf die Botschaft kommt es an

Für einige war die Überraschung wohl ziemlich groß, als die Sängerin ankündigte, von nun an auf Deutsch zu singen, hatte sie mit englischen Songs wie 'From Sarah With Love' und 'Bounce' doch sogar internationale Hits. Darauf verzichtet Sarah nun aber gerne, denn mit den Titeln ihres neuen Albums 'Muttersprache' will sie vor allem auch etwas sagen.

"Ich hab auch auf Englisch Songs geschrieben, die mir viel bedeuten, aber gemerkt, dass die Menschen in Deutschland sie nicht gleich so verstehen, wie ich sie meine", erklärte Sarah im Interview mit dem Magazin 'Männer'. "Auf Deutsch kommst du an der Botschaft nicht vorbei. Das hat mich gereizt. Es gab bei einigen Songs den Einwand 'Das wird keine Radiostation spielen.' Da sage ich: Okay, dann läuft das halt nicht im Radio. Ich kann keine Platte mehr machen, bei der ich auf Kosten des Radio-Mainstreams meine Inhalte verbiege und so tue, als hätte ich eine andere Meinung."

Auch an politische Themen wagte sich Sarah auf dem neuen Album, so zum Beispiel mit dem Song 'Augen auf', der die Flüchtlingsproblematik anspricht. Ein Thema, dass ihr generell wichtig ist. "Ich bin im Austausch mit Flüchtlingsheimen, betreue verschiedene Familien, versuche manchmal Jobs zu vermitteln. Ich hab auch schon versucht selbst eine Familie aufzunehmen, aber das ist bürokratisch nicht so einfach. Mit Heinz Ratz, der eine Band mit Flüchtlingen aus verschiedenen Camps gegründet hat, hab ich Konzerte gespielt." Auf Interesse bei den Medien stieß sie dabei allerdings nicht, kritisierte sie: "Wenn ich versucht habe, Medien einzubinden, die sonst jeden Furz von mir filmen und fotografieren, wollten sie auf einmal nicht mehr. Das war ihnen zu heikel und nicht entertaining genug."

Entertainig genug war Sarah im Laufe ihrer Karriere auf jeden Fall: So sorgte sie mit einem durchsichtigen Kleid bei 'Wetten, dass..?', ihrer Hochzeit mit Exmann Marc Terenzi im Fernsehen oder ihrem Textpatzer beim Singen der deutschen Nationalhymne für Aufsehen. Ihre Musik sei durch die Schlagzeilen manchmal fast in den Hintergrund gerückt, beklagte Sarah Connor kürzlich in der 'Berliner Morgenpost':

"Deshalb ist diese neue Platte umso wichtiger! Es ist Zeit, dass ich meine Sicht der Dinge mit Hilfe der Musik erzähle. Damit das unmissverständlich gelingt, eben in meiner Muttersprache."

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