Sarah Connor: Die Zeit der Castingshows ist vorbei 

Sarah Connor
Sarah Connor © coverme.com

Den großen Durchbruch mit Hilfe einer Castingshow zu schaffen, ist laut Sarah Connor (33) nur schwer möglich. 

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Das TV-Format hat ausgedient 

Die Sängerin ('Skin on Skin') ist momentan im Zuge ihrer 'Christmas In The Heart'-Tournee mit Andrej Hermelins Swing Dance Orchestra unterwegs und tritt heute in Frankfurt/Main auf. Nach dreijähriger Musikpause veröffentlichte die gebürtige Hamburgerin am 1. November 2013 ihre neue Single 'Close to Crazy'. In der Zwischenzeit trat die gebürtige Hamburgerin als Jurorin bei drei Staffeln von 'X Factor' auf. Doch die Zeit der Castingshows sei laut Connor so gut wie vorbei und der große Durchbruch als Kandidat kaum noch machbar: "Ich glaube, es gibt schon ein paar Beispiele, wo das funktioniert hat, aber es ist doch sehr schwer. Man kann einen Star nicht machen, man kann ihn nur finden. Das ist jemand, der wachsen und der sich entwickeln muss. Es ist kein 16-jähriges Mädchen oder ein 16-jähriger Junge", erklärte sie im Interview mit 'morgenweb.de'. So sei eine Rückkehr zur TV-Show für die Musikerin ausgeschlossen. 

Dafür konzentriert Connor sich jetzt wieder ganz auf ihre Musik und arbeitet an ihrer neuen Platte, die im ersten Quartal 2014 herauskommen soll. Die dreifache Mutter werkelte bis jetzt knapp elf Monate an dem Album, da es ihr nicht immer leicht fiel, sich in die richtige Stimmung für die Songs zu versetzen: "Es geht nicht jeden Tag, man muss den richtigen Moment abpassen. Ich muss mir ab und zu auch ein bisschen 'Dunkles' zuführen und mich in Einsamkeit begeben. Das kann ich halt nicht jeden Tag mit drei Kindern. Ich kann nicht ständig sagen: 'Mama ist jetzt ein bisschen depressiv.' Ich muss mich zurückziehen und mir Räume suchen, wo ich mich in eine andere Sphäre begeben kann. Und dann muss natürlich noch etwas Kreatives passieren. Es muss auch noch gut sein, und das passiert nicht andauernd, sondern ist ein Prozess", berichtete sie. 

So handelt ihre neuste Single auch nicht von der Liebe, wie wir es von vielen anderen Titeln der Sängerin kennen, sondern von düsteren Gedanken. "Ich bin irgendwann vom Studio nach Hause gefahren, ich saß im Auto. Ich hab oft das Gefühl, wenn ich nur so machen würde, wäre alles vorbei. [Dabei reißt sie ein imaginäres Lenkrad herum.] Ich bräuchte nur eine Bewegung machen und alles, was ist, wäre einfach vorbei", erzählte sie in der Talkshow '3 nach 9' vor wenigen Wochen. "Dass dieser Gedanke immer wiederkommt, diese Ängste, dieser Kontrollverlust. Ich dachte, ich bin okay, es geht mir besser, aber ich bin noch too close to crazy. Über diesen Wahnsinn ist der Song."

Hoffen wir, dass nicht alle Songs des neuen Sarah-Connor-Albums so düster sind. 

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