Samuel L. Jackson sieht Oscar-Debatte kritisch

Samuel L. Jackson sieht Oscar-Debatte kritisch
Samuel L. Jackson © Cover Media

Samuel L. Jackson (67) glaubt, dass die Debatte um mangelnde Vielfalt bei den Oscars zu Mitleidspreisen führen könnte.

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Kommen jetzt Mitleidspreise?

Es war Anfang des Jahres das große Thema in Hollywood: Zum zweiten Mal in Folge wurden bei den Academy Awards nur weiße Schauspieler und Filmschaffende nominiert. Die Aufregung war groß, woraufhin die Verantwortlichen Besserung gelobten. Samuel L. Jackson ('The Hateful Eight') sieht darin aber nicht nur Gutes, er befürchtet nämlich, dass Schauspieler aus Minderheiten nun Rollen und Awards einfach nur aus Mitleid bekommen könnten und nicht, weil sie diese tatsächlich verdient haben.

"Da wird einiges passieren", sagte er in der britischen TV-Show 'This Morning' voraus. "Es wird Filme mit Schwarzen geben, die bei diesen Regie führen und mitspielen. Und plötzlich muss man sich [als Award-Gewinner] fragen: 'Haben sie das jetzt wegen der Kontroverse im letzten Jahr gemacht oder habe ich diesen Award wirklich verdient? Machen sie das jetzt als eine Art Symbol oder bin ich es wirklich wert?' Man kreiert damit ganz andere Umstände, die eigentlich unnötig sind. Ich hoffe, dass diese Filme und diese Leute es wert sein werden."

Kritik äußerte Samuel L. Jackson derweil an Jodie Foster (53, 'Das Schweigen der Lämmer'). Die beschwerte sich kürzlich nämlich darüber, dass Hollywood heute so risikoscheu und konservativ sei wie nie zuvor. Ihre aktuelle Regiearbeit 'Money Monster' besetzte sie selbst allerdings mit den weißen Superstars George Clooney (55, 'Tomorrowland') und Julia Roberts (48, 'Eat Pray Love'). "Sie hat einen Genrefilm mit George Clooney gemacht - ich bitte euch! Sie ist nicht rausgegangen, um Leute unterschiedlicher Herkünfte zu besetzen", gab Samuel L. Jackson zu bedenken. Er selbst teilt auch nicht Jodie Fosters Ansicht, sondern ist der Meinung, dass Vielfalt in Film und Fernsehen heute wesentlich präsenter sei. So würden nicht nur unterschiedliche Hautfarben und Herkünfte stärker repräsentiert, sondern auch Frauen und Mitglieder der LGBT-Community.

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