Samuel Koch: Nach dem Unfall waren seine Freunde eine wichtige Stütze

Samuel Koch: Meine Freunde konnten die Not wenden
Samuel Koch © Cover Media

Nach seinem Unfall wurde Samuel Koch (28) die Wichtigkeit von Freundschaft viel deutlicher bewusst. 

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Herzensfreunde 

Knapp über fünf Jahre ist der schreckliche Unfall jetzt her, den der Schauspieler bei 'Wetten, dass..?' erlitt und der ihn an den Rollstuhl fesselte. In der schweren Zeit nach dem Unfall standen Samuel neben seiner Familie vor allem seine Freunde bei.

"Eine Handvoll" Freunde hat der Neuwieder, denen er "alles anvertrauen würde", erklärte er im Interview mit der 'Frankfurter Neuen Presse'. Vor und nach seinem Unfall habe sich die Rolle dieser engen "Herzensfreunde" auch kaum verändert.

"Es war nur so, dass die Intensität, Wichtigkeit und im wahrsten Sinne des Wortes die Notwendigkeit von Freundschaft mir danach klarer bewusst geworden ist. Weil die Freunde in der Lage waren, die Not zu wenden - auch wenn mir gar nicht freudig zumute war", berichtete er weiter. 

Bei seinen Freunden ist es Samuel wichtig, dass sie ihn nicht schonen und bemitleiden. Allerdings sei das abhängig von der Tagesform, einige Ausnahmen gibt es da schon: "Grundsätzlich sage ich, dass sie mich nicht verschonen sollen. Es wäre ja Quatsch, wenn sie nicht snowboarden, trainieren oder tanzen würden, nur weil ich es nicht kann. Auf der anderen Seite brauche ich es manchmal nicht, dass sie mir ihre neu gedrehten Snowboard-Videos schicken. Dann bitte ich sie schon mal, das nicht zu tun", fügte er hinzu. 

Samuel selbst möchte für seine Freunde jemand sein, der gut zuhören kann, ohne dabei ständig Ratschläge zu geben. Außerdem möchte er immer für sie erreichbar sein - zu jeder Tages- und Nachtzeit. "Das habe ich aber geschafft, glaube ich. Die meisten Freunde rufen mich nachts an", lachte er. 

Trotz seines schweren Unfalls hat sich Samuel Koch seine positiven Einstellung bewahrt. Und selbst wenn es ihm einmal nicht gut geht, muntert er sich mit dem Gedanken an seine Freunde und Familie auf. Mit einem kleinen Trick geht es ihm da gleich viel besser: "Manchmal mache ich mir Dankbarkeitslisten. Die werden immer länger. Ich bin dankbar für meinen Bruder, meine Schwestern, meine Familie, Freunde, mein Ensemble, den Regisseur, für die Physiotherapie, die Erfindung der Wärmeheizdecke, des iPhones und vieles mehr. Wenn ich mit meiner Liste fertig bin, geht's mir ruckzuck besser. Das ist natürlich Selbstmanipulation, aber sie funktioniert", verriet Samuel Koch im Interview mit der 'Badischen Zeitung'.

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