Sammy Amara: Glaubwürdigkeit kann man nicht kaufen

Sammy Amara
Sammy Amara © Cover Media

Für Sammy Amara (35) sind Tattoos und Glaubwürdigkeit nicht das Gleiche.

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Wir sind echt

Der Sänger und seine Band Broilers ('Harter Weg') stiegen Ende Februar mit ihrem neuen Album 'Noir' von 0 auf 1 in die deutschen Charts ein, ein Riesenerfolg für die Band aus Düsseldorf, die schon seit 1992 zusammen rockt. Im Gespräch mit dem schweizer 'Tagesanzeiger' wurde Amara gefragt, ob seine unzähligen Tattoos dabei helfen, in der Punk-Szene glaubwürdig zu bleiben. "Ich glaube nicht, dass man sich Glaubwürdigkeit mit Kleidung oder Tätowierungen erkaufen kann", sinnierte der Düsseldorfer daraufhin. In seinen Augen sollten Hautbilder generell nicht als Mittel zur Coolheit eingesetzt werden. Er mag den Tattoo-Trend unter Jugendlichen nicht sonderlich: "Ich persönlich finde es schade, dass heute Hinz und Kunz tätowiert ist. Für mich war es immer so, dass man sich eine Tätowierung verdienen musste. Ich habe mir über zehn Jahre immer wieder überlegt, was ich mir stechen lasse und warum. Heute lassen sich 15-jährige Mädchen den Hals oder die Hände tätowieren."

Dass ihr neuer Erfolg bei eingefleischten Fans nicht gut ankommt, weiß die Band - den Musikern wird Kommerz vorgeworfen. Vor allem, da sie aus der Punk-Szene stammen, wo alles Kommerzielle wenig Anklang findet. Im Gespräch mit 'Metal Hammer' aber betonte Sammy Amara, was Punk für ihn wirklich bedeutet: "Punk ist für mich eher eine Einstellung. Do it yourself. Das ist die Punk-Fahne, die wir am höchsten halten. Und dann kann man auch mal Pop-Songs auf ein Album packen."

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