RZA: Kein Plan von Musik!

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RZA © Cover Media

RZA (45) hatte in seinen Anfangsjahren keine Ahnung von Musik.

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Ganz unbedarft

Der Anführer des Wu-Tang Clans ('The Heart Gently Weeps') ist mittlerweile ein angesehener Künstler und Experte auf vielen Gebieten. So arbeitet er unter anderem als Rapper, Musikproduzent und Schauspieler. In seinen Anfangsjahren als Musiker verstand er jedoch reichlich wenig von seinem Handwerk.

"Ich wurde mit Platin ausgezeichnet, ohne zu wissen, was eine C-Note ist", lachte der gebürtige New Yorker im Interview mit der amerikanischen Ausgabe von 'Esquire'. Er hatte einfach keine Ahnung von der Materie: "Ich erinnere mich daran, dass ich in Sam Ash [eine amerikanische Musikladenkette] war und einen Sampler kaufte und einen Haufen Ausrüstung und ein Typ sagte zu mir: 'Du bringst mich mit all diesen Geräten um. Jedes Mal, wenn du einen Trommelsynthesizer benutzt, machst du einen Drummer damit arbeitslos. Jedes Mall, wenn du einen Bass sampelst, machst du einen Bassisten arbeitslos.'"

Damals kümmerte das den Hip Hopper noch nicht. "Aber es blieb in meinem Kopf hängen. Also kaufte ich mir ungefähr ein Jahr später ein Buch über Musiktheorie. Und ich brauchte Jahre, um das zu lernen", verriet RZA, der eigentlich Robert Fitzgerald Diggs heißt.

Geschadet hat sein anfängliches Unwissen der Karriere des Amerikaners nicht. Auch momentan läuft es bestens für ihn. So bereitete er sich zusammen mit dem Wu-Tang Clan auf die Veröffentlichung des sechsten Studioalbums vor, das seit heute [28. November] erhältlich ist. Ganze sieben Jahre liegen zwischen dieser und der letzten Platte. Seitdem hat sich einiges geändert – so auch die Art, wie die Hip-Hop-Gruppe Songs produziert. Die Zeiten der Sampler sind vorbei.

"Ehrlich gesagt, da wir in der Hood aufgewachsen sind, kannten wir nur einen Typen, der Musiker war und das war der große Bruder von Ol' Dirty Bastard, der Gitarre spielte und wir dachten, er wäre der komischste Schei*kerl, den es gibt. Er sagte uns 'Alle Lieder, die ihr sampelt wurden von richtigen Musikern gespielt'", erinnerte er sich. "All diese Orgeln und Gitarren und Drums, wir sampelten die echten Sachen. Wenn ich jetzt möchte, dass etwas wie Al Green klingt, gehe ich zur Quelle und nehme es in dem Originalstudio auf, in dem er auch arbeitete. Warum sollte man die Kiste kaufen, wenn man auch an den Ort gehen kann, an dem die Kisten hergestellt werden? Jetzt sehe ich mich selbst als Musiker und ich bin stolz darauf", verkündete RZA lächelnd.

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