Ryan Gosling hatte keine Freunde

Ryan Gosling (34) wird immer noch von seiner Kindheit geprägt.

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Er war allein

Der Leinwandstar ('Drive') wuchs im kanadischen Cornwall auf und hatte es als Kind nicht unbedingt leicht: Bei ihm wurde ADHS festgestellt, erst mit zehn Jahren lernte er lesen. Kein Wunder also, dass Ryan Angst davor hatte, in einem Job ohne Zukunft zu landen. Sein Talent zum Performen war deshalb seine Rettung. Er wurde Mitglied des 'Mickey Mouse Clubs' und begann seinen Aufstieg zu einem der größten und sympathischsten Stars Hollywoods.

"Ich ging auf den Strich. Ich machte, was auch immer nötig war, damit ich nicht in einer Fabrik endete. Wenn ich wie ein Showgirl mit den Hüften wackeln sollte, tat ich das", grinste der Schauspieler im Interview mit dem 'Guardian'.

Auch sein soziales Leben änderte sich, nachdem er dem 'Mickey Mouse Club' beitrat. Vorher war er eher Einzelgänger. "Ich hatte damals nicht wirklich Freunde", gestand Ryan. In der TV-Show traf er dann auf Gleichgesinnte und arbeitete mit späteren Stars wie Britney Spears (33, 'Womanizer') und Justin Timberlake (34, 'Mirrors') zusammen. "Das war eine enge, kleine Familieneinheit. Wir verstanden uns einfach."

Seine Kindheit war es auch, die sein Regiedebüt 'Lost River' stark beeinflusste. Der Film feierte letztes Jahr in Cannes Premiere, fand dort aber nicht nur Fans. Ryan ist trotzdem stolz auf den Streifen, in dem auch seine Freundin Eva Mendes (41, 'The Place Beyond the Pines') mitspielt. "Ich weiß, dass die Leute überrascht sind, dass ich ihn gemacht habe", gab er zu. "Aber das ist der Film, den ich machen wollte. Die Umgebung in Detroit [wo der Film spielt] kann bedrohlich und ominös wirken und erinnerte mich an ein Gefühl, das ich hatte, als ich ein Kind war. Weil meine Mutter nicht nur alleinerziehend war, sondern auch sehr schön. Und die Männer waren wie Wölfe. Einfach nur mit ihr auf der Straße entlang zu laufen, war angsteinflößend. Es war eine raubtierhafte Atmosphäre."

Ryans Eltern ließen sich scheiden, als er 13 Jahre alt war. Als einziger Mann im Haus wollte der Darsteller seine Mutter Donna deshalb beschützen, hatte aber oftmals Angst vor den Männern, die ihr Avancen machten. "Die Typen pfiffen oder umkreisten sie mit ihren Autos", erinnerte er sich. "Man will seine Familie beschützen, aber man fühlt sich schwach und hilflos. Und das kurbelt deine Vorstellungskraft an, weil du dir Szenarien ausmalst, in denen du sie verteidigen kannst."

Wie Ryan Gosling sich als Regisseur geschlagen hat, können wir ab dem 28. Mai selbst beurteilen, wenn 'Lost River' in die deutschen Kinos kommt.

Cover Media

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