Russland: Roberto Carlos wieder Rassismus-Opfer

Roberto Carlos ist wieder attackiert worden.
Roberto Carlos scheint in Russland nicht allzu beliebt zu sein. © dpa/dpaweb, A2609 epa efe Cbf/Ho

Roberto Carlos ist erneut zur Zielscheibe von Rassisten geworden.

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Der 38-jährige Brasilianer in Diensten von FK Anschi Machatschkala aus der Teilrepublik Dagestan (wahlweise Bananenrepublik) wurde beim 3:0 bei PFK Krylja Sowjetow Samara von einem Zuschauer mit einer Banane beworfen. Dem Weltmeister von 2002 platzte daraufhin der Kragen und er verließ umgehend den Platz, obwohl der Klub sein Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatte. "Das war keine Kurzschlussreaktion, sondern geplant", sagte der Linksverteidiger.

"Dies ist schlicht inakzeptabel", war Anschi-Trainer Gadschi Gadschijew außer sich. Der Präsident des russischen Fußballverbandes bedauerte den Vorfall. "Wir werden den Schuldigen finden und empfindlich bestrafen. Wir müssen gegen den Rassismus mit harten Strafen vorgehen", sagte Sergej Fursenko. Auch der Gegner entschuldigte sich auf seiner Internetseite bei Roberto Carlos. "Wir werden jede Anstrengung auf uns nehmen, um den Bastard zu bestrafen, der diesen bemerkenswerten Spieler beleidigt", hieß es.

Ein ähnliches Vergehen der Fans gegen Carlos hatte Zenit St. Petersburg zuvor schon eine Geldstrafe eingebracht.

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