Rupert Everett: Zu eitel für Ärger

Rupert Everett
Rupert Everett © Cover Media

Rupert Everett (55) findet, dass er großes Glück hatte, weil er nie heroinabhängig wurde.

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Im letzten Moment vernünftig

Der schöne Brite ('Ein Freund zum Verlieben') schaffte 1981 mit dem Theaterstück 'Another Country' seinen Durchbruch und verzauberte mit Filmen wie 'Gefährliche Liebschaften' auch Kinofans. Sein Leben glich zeitweise selbst einer dramatischen Hollywood-Geschichte: ausschweifende Partys und Abstürze wechselten sich ab. Mittlerweile hat er sich im Griff, aber das war nicht immer so: "Ja, tonnenweise", gestand er auf die Frage des 'Telegraph', ob er mal Heroin genommen habe, meinte aber weiter, dass er nie abhängig geworden sei, "weil mir davon immer sehr, sehr schlecht wurde. Ich hatte immer Glück. Ich war zu eitel, um wirklich in Schwierigkeiten zu geraten. Ich besaß diese Arbeitseinstellung der Mittelschicht, die mich im letzten Moment immer davon abhielt, zu weit zu gehen."

Aktuell bereitet sich Rupert auf ein neues Stück vor: Beim Chichester Festival Theatre spielt er in Peter Shaffers 'Amadeus' den verbitterten Hofkomponisten Antonio Salieri. Für die Proben musste er sein übrig gebliebenes Laster etwas zurückschrauben: seinen Hasch-Konsum. "Bis ich 50 wurde, ich habe wohl nach Ansicht der meisten Menschen viel genommen. Aber aus der Perspektive eines Drogen-Nehmenden war ich ziemlich konservativ", spielte er auf seinen Kokainkonsum an. "Ich bin immer noch nicht in der Lage, Nein zu sagen. Wenn Sie jetzt ein Gramm Koks auspacken und mir eine Line anbieten würde, bin ich sicher, dass ich sie annehmen würde. Aber ich würde jetzt nicht mehr losziehen und mir eine besorgen. Mit Gras, was ich anbete, musste ich nur wegen dem Textlernen für 'Amadeus' aufhören."

Ein wenig muss sich Rupert Everett noch zusammenreißen: 'Amadeus' läuft vom 12. Juli bis 2. August auf dem Chichester Festival Theatre.

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