Rudolf Scharping und Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg lassen sich scheiden

Rudolf Scharping und seine schöne Gräfin: Alles aus!
Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: Rudolf Scharping und Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg © ddp images

"Die Liebe ist einfach gegangen." Ein einfacher, klarer Satz, der alles sagt. Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg (67) spricht es lapidar aus - und das dürfte, laut "Bunte", das Ende einer illustren Ehe sein.

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Trennung nach 13 Jahren Ehe

Die Gräfin und der weichgespülte Machtmensch Rudolf Scharping (68) galten über ein Jahrzehnt als Traumpaar. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Ex-Verteidigungsminister und entthronte SPD-Vorsitzende hatte sich 1999 in die attraktive Frankfurter Scheidungsanwältin verliebt.

Zu diesem Zeitpunkt war Scharping noch Oberbefehlshaber der Bundeswehr - und verheiratet (Vater von drei Töchter). Doch er hatte sich bereits nach fast 30 Jahren von Ehefrau Jutta getrennt, die nach der Scheidung 2003 Heilpraktikerin wurde und eine Praxis aufmachte.

 

Eine öffentliche Liebe

 

Scharping und die schöne Gräfin zelebrierten ihre Liebe in aller Öffentlichkeit. Sie liebe alles an ihm, sagte Pilati in einem "Bunte"-Interview, "sein Herz, seine Seele, seine Sensibilität."

Berühmt wurde das Paar, als es für den Fotografen des People-Magazins ausgiebig in einem Pool auf Mallorca plantschte und die Bilder auf der "Bunte"-Titelseite erschienen, dazu die Zeile: "Total verliebt auf Mallorca".

Auf einmal war diese Liebe ein Politikum. Während die Bundeswehr Militäreinsätze in Mazedonien hatte, ließ es sich ihr Chef gut gehen, das war die Botschaft. "Bin Baden", so witzelten Politiker und Kabarettisten über Scharping, der zunehmend an Ansehen und Einfluss verlor.

 

Aus als Politiker

 

Die Liebe kostete ihn sogar sein Amt. 2003 entließ der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Verteidigungsminister, der innerhalb der SPD als Gegner galt. Und nun lautete die Botschaft: Mal sehen, wie lange die Gräfin bei einem bleibt, der seine Macht verloren hat?

Sie haben alle Lügen gestraft. Am 8. April 2003 heiratete Rudolf Scharping Kristina von Pilati im Frankfurter Römer. "Endlich", soll sie geseufzt haben.

Der leidenschaftliche Amateurradrennfahrer entsagte der aktiven Politik, wurde Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer und Gastprofessor für internationale Politik. Außerdem engagierte er sich als Berater von Industrieunternehmen, häufig hatte er in China zu tun. Sie war Teilhaberin einer der erfolgreichsten Anwaltskanzleien, Schwerpunkt Scheidung, im Rhein-Main-Gebiet.

 

"Entfernung kann auch Entfernen bedeuten"

 

Ein strahlendes Powerpaar, das jedes Fest, jeden Empfang bereicherte, zuletzt den Ball des Sports 2015. Da muss es allerdings schon gekriselt haben. Die Trennung sei "ein länger gereifter Entschluss", sagt sie. Immerhin wird angedeutet, dass die gemeinsame Zeit durch die beruflichen Tätigkeiten der beiden stark eingeschränkt war. "Entfernung kann auch Entfernen bedeuten."

Sie seien wie "erwachsene und vernünftige Menschen auseinandergegangen", erklären beide. "Wahrscheinlich funktionieren wir besser als Freunde denn als Ehepaar". Die Fotos von Mallorca sind nur mehr eine hübsche Erinnerung an einen Sommer, als alle Konventionen baden gingen.

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