Rudi Assauers Biografie sorgt für Wirbel

Jetzt spricht der Autor des Buches

Es ist ein Buch, das vielen einfach nur Angst macht und schon jetzt kontrovers diskutiert wird. 'Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben' berichtet ganz offen über die Alzheimer-Erkrankung von Rudi Assauer. Journalist Patrick Strasser hat die Autobiografie in Zusammenarbeit mit dem 67-Jährigen verfasst. Alle Beteiligten unterstüzen ihn, auch der Ex-Schalke-Manager selbst, sagt er.

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Dennoch sind es solche Zitate, die das Buch 'Wie ausgewechselt' für Kritiker zum puren Voyeurismus machen: "In ein paar Jahren sitze ich nur noch rum und warte, bis ich abgesäbelt werde. Dann könnte man sich doch gleich die Kugel geben, ein Loch in den Kopp schießen", steht es dort geschrieben.

Monatelang hat Strasser den ehemaligen Fußball-Manger begleitet und Assauers Kampf gegen Alzheimer hautnah erfahren: "Die Initiative ging von ihm und seiner Familie aus. Dass man als erstes für die Öffentlichkeit klar macht, was ist sein Problem, wie weit ist die Krankheit fortgeschritten und dass er auch mutig genug ist zu sagen: Ja, ich habe Alzheimer und ich stelle mich der Öffentlichkeit", verrät Strasser im Interview mit RTL.

Es ist brutal. Sein Leben lang war Assauer ein Macher, ein Draufgänger. Mittlerweile hat er seinen Autoschlüssel abgegeben müssen, sogar sein Handy nach wirren nächtlichen Anrufen bei seiner Tochter. Aber aufgeben ist keine Option für ihn und deswegen gibt es wahrscheinlich jetzt auch dieses Buch. "Er möchte auch anderen Mut machen, sich mit dieser Krankheit nicht zu verstecken und zu Hause einzugraben, sondern sich zu öffnen", weiß Autor Strasser.

(Bildquelle: Getty)

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