Rudi Assauer: "Keiner kann dir helfen"

Rudi Assauer leidet seit Jahren an Alzheimer.
Ex-Star-Manager Rudi Assauer leidet an Alzheimer und geht jetzt offensiv damit in die Öffentlichkeit. © dpa, Ingo Wagner

Schockdiagnose Alzheimer

Das schockierende Outing von Fußball-Macho Rudi Assauer, er sei an Alzheimer erkrankt, überraschte viele Freunde und Promis. Der Schock bei ihm selbst war am größten und ist offenbar auch etwas in Verzweiflung umgeschlagen. "Die Wut, die ich habe, weil ich nicht mehr mithalten kann, das ist bei mir die Wut im Bauch", sagt der ehemalige Bundesliga-Star-Manager.

- Anzeige -

Nichts ist mehr wie es war: Die Krankheit zehrt an den Kräften und am Selbstbewusstsein. "Jetzt auf einmal ist alles vorbei. Tja, kein Mensch kann dir helfen", sagte Assauer in einem Interview mit dem ZDF. Allein geht nichts mehr. "Er braucht Betreuung rund um die Uhr, auch für den ganz normalen Alltag", heißt es aus dem engsten Familienkreis.

Um Assauer war es schon länger ruhig geworden. Er habe bereits seit Jahren von der Erkrankung gewusst, heißt es aus seiner Familie. Der 67-Jährige hatte erst im vergangenen Frühjahr seine Frau Britta geheiratet und lebt aber nun bei seiner Tochter in der Nähe von Gelsenkirchen.

Promikollegen nehmen Anteil

Ex-Schalkemanager Assauer leidet an Alzheimer
Rudi Assauer wurde als Manager von Fußball-Bundesligist Schalke 04 berühmt. Jetzt ist er schwer krank. © dpa, Bernd Thissen

Auch Promikollegen sind geschockt von der Diagnose. "Etwas zu vergessen, was sehr schön ist, das ist sicher sehr schwer - vor allem wenn man es vorher weiß“, sagte Katy Karrenbauer. "Das weiß man einfach, dass wir alle auf sehr dünnem Eis stehen“, fügte Regisseur Dieter Wedel hinzu.

Assauer selbst hat sich jetzt, nachdem die Anzeichen seiner Erkrankung unübersehbar geworden sind, entschlossen, offensiv an die Öffentlichkeit zu gehen. "Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben" heißt sein Autobiografie. Ein Titel, der nur vermuten lässt, wie es dem ehemaligen Macho und Sprücheklopfer jetzt wirklich geht.

Bildmaterial: dpa

— ANZEIGE —