RTL lässt Severino fallen

RTL lässt Severino fallen
Severino wird von RTL vorerst keine Promo mehr bekommen © RTL/Christoph Kassette

RTL zieht Konsequenzen aus den Verfehlungen seines aktuellen "DSDS"-Siegers Severino Seeger: Nachdem dieser am Dienstag wegen Beteiligung an mehreren Trickbetrügereien zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist, will der Sender dem 28-Jährigen nun die weitere Unterstützung entziehen.

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Nach Verurteilung

"Mit Geltung des nun gesprochenen Urteils wird Severino bei uns jedoch keinerlei weitere Plattform mehr bekommen", teilte ein Sprecher des Senders am Dienstagabend mit. Bis zur heutigen Urteilsverkündung habe noch die Unschuldsvermutung gegolten. Die nun richterlich bestätigten Taten Severinos verurteile man ausdrücklich, hieß es weiter.

 

Karriere schon gescheitert?

 

Misslich ist diese Entscheidung für Severino wohl vor allem, weil am Freitag sein erstes Album "Severino" erscheinen soll. Dafür hätte der Sänger durchaus einige Fernsehpromotion von RTL gebrauchen können. Seine erste Single "Hero of My Heart" hatte es in den Charts ohnehin nur auf Rang zehn geschafft - für einen "DSDS"-Sieger wahrlich kein berauschendes Ergebnis. Nun könnte das vorzeitige Karriere-Aus drohen.

Allerdings lässt RTL dem bereits vor seinem Casting-Erfolg gestrauchelten Star auch ein Hintertürchen offen: "Severino muss seinen Weg zurück zu rechtmäßigem und sozialem Verhalten gehen. Wir hoffen sehr, dass er diese Chance nutzt. Davon wird auch abhängen, ob er langfristig wieder in die Geschichte von 'DSDS' aufgenommen werden kann", sagte RTL-Sprecher Christian Körner der Webseite "DWDL.de". Titel und Preisgeld dürfe Severino ohnehin behalten - schließlich sei er vom Publikum gekürt worden.

 

Severino legte ein Geständnis ab

 

Das Frankfurter Landgericht hatte am Dienstagnachmittag geurteilt, dass der Sänger 2012 und 2013 als Teil einer straff organisierten Betrügerbande mithilfe von Tricks insgesamt knapp 20.000 Euro von älteren Frauen erbeutet hatte. Die ganze Gruppe soll angeblich sogar rund 100.000 Euro ergaunert haben. Severino hatte seine Taten zuvor in der Verhandlung gestanden. "Ich weiß, dass ich nicht nur materiellen Schaden angerichtet habe, sondern auch seelischen. Dafür möchte ich mich entschuldigen", sagte der Missetäter laut "bild.de".

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