Royal Blog: Der Kaiser von Japan hat keine Kraft mehr - was heißt das für die traurige Kronprinzessin Masako?

Kronprinzessin Masako und ihre einzige Tochter Aiko
Kronprinzessin Masako (links) und ihre einzige Tochter Aiko © picture alliance / dpa, Pool, Picture Alliance

Thronwechsel in Japan bahnt sich an - Royale Ohrfeigen für Masako und Aiko

Was haben westliche Monarchien wie Spanien, Monaco, Liechtenstein oder Japan gemeinsam? Sie allesamt sind frauenfeindlich und rückständig! Warum? Weil royale Töchter in Spanien oder Monaco nur Babys zweiter Klasse sind oder wie im Fürstentum Liechtenstein gleich ganz von der Thronfolge ausgeschlossen werden.

Sollte Königin Letizia noch einen Jungen bekommen, würde der seine Schwestern, die Infantinnen Leonor und Sofia in der Thronfolge überholen und später König von Spanien werden. In Monaco wurde auch der jüngere Jacques zum Erbprinzen erklärt und nicht seine ältere Zwillingsschwester Gabriella. Das ist altbacken und nicht mehr zeitgemäß.

Wir müssen also gar nicht mit den Fingern aufs ferne Japan zeigen, wo ein Thronwechsel immer näher rückt. Sollte der alte Kaiser Akihito wirklich abdanken, bekommen gleich zwei royale Prinzessinnen eine Ohrfeige: Die künftige Kaiserin Masako an der Seite von Thronfolger Naruhito und auch ihre einzige gemeinsame Tochter, die 14-jährige Aiko!

Royal Blog: Der Kaiser von Japan hat keine Kraft mehr - was heißt das für die traurige Kronprinzessin Masako?
Kronprinz Naruhito mit Tochter Aiko und Ehefrau Masako © picture alliance / dpa, Picture Alliance

Das schüchterne Mädchen wird nämlich nicht Kronprinzessin, wenn ihr Vater einmal den Chrysanthemen-Thon besteigt. Warum? Weil sie „nur“ ein Mädchen ist. Und das „nur“ ist nicht meine Meinung, sondern die herrschende Ansicht über Frauen und Gleichberechtigung in Parlament und Regierung der ältesten Monarchie der Welt.

Statt Aiko wird ihr Onkel notgedrungen Kronprinz. Nach ihm wird dann später Aikos jüngerer Cousin Hisahito, heute neun Jahre alt, einmal ‚Tenno‘ des letzten Kaiserreiches der Welt. Nur, weil beide den kleinen Unterschied haben – und in diesem Fall ist das „nur“ ausdrücklich meine Meinung. Und das, obwohl Japan einige mächtige, legitime Kaiserinnen hatte, was aber mit der Nachkriegsverfassung von 1947 frauenfeindlich eliminiert wurde.

Prinzessin Aiko wird das vielleicht einmal verstehen - oder halt hinnehmen. So wie ihre Mutter Masako hingenommen hat, dass sie wegen ihrer Depressionen und der Tatsache, „nur“ ein Mädchen auf die Welt gebracht zu haben, mitleidig belächelt wird. Und statt sich offen den Problemen zu stellen, spricht der Palast nach wie vor von „Anpassungsschwierigkeiten“ der künftigen Kaiserin.

Wer da Schwierigkeiten hat, die Monarchie an die Gegenwart des 21. Jahrhunderts anzupassen, das steht für mich eindeutig fest!

Mit royalem Gruß

Michael Begasse

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