Royal Baby: Wann wird die Geburt künstlich eingeleitet?

Royal Baby: Wann wird die Geburt künstlich eingeleitet?
Kates Baby lässt auf sich warten © Invision2013

Seit Tagen wartet die Welt gespannt auf den royalen Nachwuchs von Prinz William (32) und Herzogin Kate (33). Jeder will als erstes einen Blick auf das zweite Baby des Paares werfen, Fans und Fotografen campieren deshalb schon lange vor dem St. Mary's Hospital in London. Bisher wartet die Menge aber vergeblich. Gerüchten zufolge war der errechnete Geburtstermin bereits am Wochenende. Heißt das, dass die Geburt vielleicht bald künstlich eingeleitet werden muss?

Geburtstermin überschritten

Statt unter Schmerzen ein Kind zur Welt zu bringen, soll Mama Kate schließlich gestern ihren erstgeborenen Sohn George zum Schwimmunterricht gebracht haben. Laut der "Daily Mail" war die Herzogin von Cambridge dabei fotografiert worden, wie sie den Buckingham Palast mit einem schwarzen Range Rover verlässt und sogar selbst am Steuer sitzt. Allzu große Sorgen muss man sich allerdings noch nicht machen. Künstlich werden Wehen meist erst zehn bis vierzehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin eingeleitet. Der Fötus wird in dieser Zeit jedoch stärker überwacht.


Warum muss man Wehen künstlich einleiten?

Eines der Hauptprobleme bei einer Schwangerschaft, die über die 42. Woche hinaus geht, ist die Plazentainsuffizienz. Diese fängt mit zunehmender Geburtsreife des Babys an zu altern. Kann der Fötus deshalb nicht mehr ausreichend versorgt werden, muss eine Geburt eingeleitet werden. Diese gilt jedoch als schmerzhafter als eine rein natürliche Geburt. Tut sich 48 Stunden nach der Geburtseinleitung noch immer nichts, wird das Baby häufig per Kaiserschnitt geholt.


Wie werden Wehen eingeleitet?

Bevor es soweit kommt können Ärzte jedoch so manches versuchen. Ist der Muttermund beispielsweise schon ein bisschen geöffnet, kann die Hebamme oder der Arzt den inneren Muttermund massieren. Dabei wird die äußere Hülle der Fruchtblase vom Rand der Gebärmutter gelöst. Die sogenannte Eipollösung kann mehrmals durchgeführt werden, wenn der erste Versuch nicht erfolgreich war. Gleiches gilt für eine Behandlung mit den Gewebshormonen Prostaglandinen.


Wehen können bei leicht geöffnetem Muttermund auch durch eine Oxytocin-Infusion eingeleitet werden. Das Hormon kann dazu führen, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. Auch ein sogenannter Rizinus-Cocktail regt die Gebärmutter an. Eine fünfte, aber heute eher selten verwendete Methode ist der künstliche Blasensprung. Hat die Patientin bereits schwache Wehen und einen leicht geöffneten Muttermund kann es ausreichen, die Fruchtblase zu öffnen. Allerdings ist bei diesem Vorgang das Infektionsrisiko höher.


Gibt es noch Alternativen?

Ja, auch als werdende Mutter selbst kann man einiges tun. So kann zum Beispiel Geschlechtsverkehr den Geburtsvorgang ankurbeln, da Sperma Prostaglandine enthält. Auch eine Stimulation der Brustwarzen kann Wehen auslösen. Von Vorteil sind auch volle Energiereserven, sprich eine gesunde Ernährung, frische Luft, Bewegung und Schlaf. Eine entspanntere Methode bietet das heiße Bad. 20 Minuten in 35 bis 37 Grad warmen Wasser kann Wehen fördern.

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