Rohe Eier, echte Schläge: Spannende Fakten über die "Rocky"-Reihe

Rohe Eier, echte Schläge: Spannende Fakten über die "Rocky"-Reihe
Sylvester Stallone in "Rocky Balboa", dem sechsten Teil der Filmreihe © ddp images

Sylvester Stallone (69) ist seit dem 14. Januar im Box-Drama "Creed" in den deutschen Kinos zu sehen. Es ist das siebte Mal, dass er die ikonische Rolle des Rocky Balboa übernimmt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Filmreihe wird aber nicht der "Italian Stallion" in den Ring steigen. "Creed" ist die symbolische Fackelübergabe an die neue Generation, verkörpert durch den Sohn von Rockys auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Freund Apollo (Carl Weathers, 68). Passend zum nunmehr siebten Teil der Filmreihe hier sieben interessante Fakten zu den bisherigen Streifen.

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Zum Kinostart von "Creed"

 

90 Prozent für die Tonne

 

Die Idee für den Boxfilm "Rocky" verhalf Stallone zum Weltruhm. Doch war seine ursprüngliche Version des Skripts wesentlich düsterer, als der tatsächliche Film. Rocky Balboa war darin ein recht unsympathischer Antiheld, sein Trainer Mickey ein Rassist. Überhaupt sollte der Film komplett anders enden. Statt den finalen Kampf gegen Apollo Creed zu bestreiten, sollte Rocky den Fight abblasen, weil er nichts mehr mit der als verwerflich dargestellten Box-Szene zu tun haben wollte. Stallone sagte später, dass es nur etwa 10 Prozent seines Skripts in den finalen Film geschafft hätten.

 

Familien-Angelegenheit

 

Stallone verschaffte einigen seiner Familienmitglieder Rollen in "Rocky I". Bruder Frank Jr. verkörperte einen der Straßenmusiker, Vater Frank Sr. durfte gar die Glocke im finalen Showdown-Kampf läuten. Nicht zu vergessen sein geliebter Hund Butkus, der auch im Film an seiner Seite sein durfte. Ex-Frau Sasha war hingegen als Fotografin hinter der Kamera zugegen. Sie schoss die Produktionsbilder.

 

Alles eine Frage der Übung

 

Alleine die Vorstellung, mehrere rohe Eier zu verspeisen, sorgt bei den meisten Menschen für Übelkeit. Der Grund, wieso Stallone in der berühmten Trainings-Montage so gar keine Probleme damit hatte, ist ein tragischer: Stallone war vor seiner Karriere derart arm, dass er sich nur eine winzige Wohnung in New York ohne Herd leisten konnte. Ohne Möglichkeit, seine Eier zu kochen, musste er sie roh essen...

 

Übung macht den Meister

 

Der klimaktische Kampf zwischen Rocky und Apollo war zunächst nicht choreographiert. Doch erste Aufnahmen erweisen sich als derart chaotisch, dass Regisseur John G. Avildsen (80) Stallone bat, sich den Kampfverlauf zu überlegen. Der Schauspieler soll daraufhin am nächsten Tag mit mehreren Dutzend Seiten ans Set zurückgekehrt sein, auf denen jeder einzelne Schlag vermerkt war. Wochenlang haben die beiden Kontrahenten dann die Abfolge der verschiedenen Angriffe geprobt.

 

Gute Alternative

 

Eigentlich wollte Stallone für die Hintergrundmusik der Trainings-Montage in "Rocky III" den Song "Another One Bites The Dust" von Queen benutzen. Doch er bekam partout nicht die Rechte dafür und fragte daher die Band Survivor, ein Lied für ihn zu schrieben. "Eye Of The Tiger" (1982) wurde bekanntermaßen zum absoluten Hit und gewann schließlich auch den Grammy.

 

Keine gute Idee

 

Um den Kampf zwischen Rocky und Ivan Drago (Dolph Lundgren, 58) realistisch aussehen zu lassen, bat Stallone den Schweden, beim ersten Dreh der Kampfszene wirklich zu versuchen, ihn auszuknocken. Lundgren tat sein Bestes und schlug Stallone derart heftig auf die Brust, dass dieser ins Krankenhaus musste und für fünf Tage auf der Intensivstation lag.

 

Nicht totzukriegen

 

Im Showdown auf offener Straße in "Rocky V" sollte Rocky eigentlich seinen Tod finden. Angeblich weinte Stallone gar, als er die Szene schrieb, entschied sich letztendlich dann aber doch um. Über das Warum kursieren unterschiedliche Gerüchte. Manchmal heißt es, die Produzenten hätten ihn dazu überredet. Dann heißt es wieder, der Tod von Rocky bei einer Straßenprügelei sei nicht das Ende gewesen, das sich Stallone für seinen Helden gewünscht hatte.

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