Roger Cicero ist gestorben: Diese fünf Fragen beschäftigen uns nach seinem Tod

Roger Cicero: Diese fünf Fragen beschäftigen uns nach seinem Tod
Roger Cicero verstarb im Alter von 45 Jahren an einem Hirnschlag © ddp images

Der Tod von Roger Cicero (1970-2016) kam für Fans und Kollegen vollkommen unerwartet. "Unfassbar", kommentierten viele die Nachricht vom Ableben des Musikers im Alter von nur 45 Jahren. In den sozialen Netzwerken häufen sich Beileidsbekundungen. Diese fünf Fragen beschäftigen nach seinem Tod.

- Anzeige -

Tournee geplant

 

Woran starb der Sänger genau?

 

Cicero starb bereits am 24. März an den Folgen eines Hirnschlags. Wenige Tage zuvor traten bei dem Sänger plötzlich akute neurologische Symptome infolge eines Hirninfarktes auf. Bei einem Hirnschlag werden wichtige Hirn-Arterien verstopft, Teile des Gehirns können dann nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Im Krankenhaus verschlechterte sich der Zustand des Sängers sehr schnell. Er starb im Kreise seiner Liebsten, ohne bei Bewusstsein gewesen zu sein. Tragisch: Auch sein Vater Eugen, ein Jazzpianist, verstarb mit 57 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags. Cicero war es, der ihn damals leblos in seinem Bett vorgefunden hatte.

 

Wen hinterlässt er?

 

Im August 2013 trennte sich Cicero von seiner damaligen Freundin Kathrin Claasen, die beiden verband nicht nur eine gemeinsame Zeit, sondern auch der gemeinsame Sohn Louis. Dieser ist heute sieben Jahre alt, muss jetzt ohne seinen Vater aufwachsen. 2014 erzählte Cicero im Interview mit "Gala" noch er sei "immer präsent für ihn" und "kein Ferienpapa". Auch eine neue Liebe hatte der Sänger wiedergefunden. Seine Freundin Sonja hatte er allerdings weitestgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten.

 

Wo fand sein letzter Auftritt statt?

 

Zum letzten Mal auf der Bühne stand Cicero am 18. März nur einen Tag später wurde er ins Krankenhaus eingeliefert. Im Bayerischen Fernsehen sang er live seine Interpretation des Frank-Sinatra-Hits "I've Got A Crush On You".

 

Welche Pläne hatte er?

 

Am 7. April wollte der Jazzmusiker mit seiner ausverkauften "Cicero sings Sinatra"-Tour starten. Geplant waren acht Konzerte in ganz Deutschland, danach sollte die Tour zu seinem neuen Album "The Roger Cicero Jazz Experience" beginnen. Wer bereits Karten für eines der beiden Konzerte erworben hat, kann diese an den Vorverkaufsstellen zurückgeben, alle Auftritte sind abgesagt. Zudem ist Cicero in diesem Jahr zweimal für den Echo nominiert. Einmal für den Jazz-Echo, einmal für den Echo Pop in der Kategorie "Crossover". Möglich wäre es, dass er eine der Auszeichnungen posthum erhält.

 

Hätte man es ahnen können?

 

Dass so etwas passiert, damit hätte wohl keiner gerechnet. Dennoch stellt sich die Frage, ob es Anzeichen gab? Ende des vergangenen Jahres musste der Sänger mehrere Auftritte absagen. Grund: Er litt an einem akuten Erschöpfungssyndrom mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung. "Ich war in Heidelberg bei Freunden zu Besuch und sackte plötzlich zusammen", erzählte er "Gala" noch im Januar. Er habe sich erschrocken, noch nie habe er "so einen Kontrollverlust über meinen Körper erlebt". "Einmal mehr ist mir klar geworden, dass Gesundheit das Wichtigste im Leben ist", bilanzierte er. Offen bleibt die Frage, ob die Auszeit, die er sich daraufhin nahm, nicht vielleicht zu kurz war.

spot on news

— ANZEIGE —