Robin Williams: Drogen, Alkohol und Depressionen machten ihm schwer zu schaffen

Robin Williams: Drogen, Alkohol und Depressionen machten ihm schwer zu schaffen
Tod von Robin Williams: Woran zerbrechen die Stars in Hollywood? © dpa, Tracey Nearmy

Robin Williams und die Schattenseiten des Ruhms

Er war ein Superstar, Oscar-Gewinner und einer, der andere immer wieder zum Lachen brachte. Einer, der es in Hollywood geschafft hatte – doch im Leben von Robin Williams gab es auch dunkle Seiten: Depressionen, Alkohol- und Kokainsucht - seit Jahren kämpfte der dreifache Vater gegen seine ständigen Wegbegleiter. Auch wenige Stunden vor seinem Tod war der Schauspieler noch bei den Anonymen Alkoholikern in San Francisco. "Er war beim Treffen am Samstag und war nüchtern", zitiert die britische Zeitung 'The Sun' Comedian-Kollege Argus Hamilton. Auch er hatte die Selbsthilfeorganisation aufgesucht. Doch anscheinend konnte auch die Gruppe Williams von seinem Vorhaben nicht abbringen ...

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Bereits 2010 gestand Williams dem 'Guardian', dass er einmal wöchentlich ein Treffen der Anonymen Alkoholiker besuche. "Es ist ein Prozess, bei dem man lernen muss, 'Nein' zu sagen und neu anzufangen. Man muss lernen, dass man nicht alleine ist“, sagte er 2007 im Talk mit Larry King. Auf die Frage, ob er seinen Sinn für Humor dadurch verloren habe, antwortete er: “Nein, ich habe ihn gefunden!“

Erst im Juli nahm der Schauspieler am Programm einer Entzugsklinik in Minnesota teil, das trockenen Alkoholikern dabei helfen soll, nicht rückfällig zu werden. Seinen letzten Absturz erlitt der Schauspieler im Jahr 2006. Seitdem habe er sich von Alkohol und Drogen ferngehalten. Doch gerade in Hollywood ist das nicht so leicht.

"Hollywood-Stars leiden viel häufiger unter Sucht-Krankheiten als normale Menschen. Bei der Durchschnittsbevölkerung liegt der Anteil bei 10 bis 30 Prozent, bei den Stars sind es mehr als doppelt so viele", so Suchtexperte Drew Pinsky im Interview mit RTL.

Doch nicht nur das Umfeld auch die hohen Ansprüche an sich selbst können in eine Depression oder Sucht führen. "Oberflächlich betrachtet ist das ganze Hollywood-Ding einfach und gleichzeitig bizarr. Es ist ein komplizierter Ort von dem man Abstand halten muss", schildert beispielsweise Johnny Depp seine Sicht auf die Traumfabrik.

Doch gerade das ist als Schauspieler schwierig. Heath Ledger zerbrach am Druck, kam 2008 mit nur 28 Jahren durch Schmerz- und Beruhigungsmitteln ums Leben. Und erst im Februar 2014 starb Schauspieler Philip Seymour Hoffman an einem Medikamenten-Cocktail. Der Schauspieler war jahrelang heroinabhängig.

Der Druck der Beste zu sein, die Angst vor dem Versagen und die ständige Kontrolle - am Boden halten kann viele Schauspieler da nur die Familie. Auch Robin Williams Frau Susan und seine Kinder waren immer für ihn da. Doch selbst sie konnten seinen tragischen Tod nicht verhindern.

Bildquelle: dpa

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