Rob Pattinson macht auf James Dean: 'Remember Me'

Robert Pattinson als rebellischer Student

Rob Pattinson macht auf James Dean: 'Remember Me'

Vor „Twilight“ (2008) und „New Moon“ (2009) schaffte es, mit Ausnahme von „Harry Potter und der Feuerkelch“ (2005) keiner von Robert Pattinsons Filmen bei uns ins Kino. Jetzt können seine vornehmlich weiblichen Fans ihr Idol endlich mal ohne weiße Schminke im Kino anschmachten. In „Remember Me“ spielt er nämlich mal keinen verklemmten Blutsauger, sondern den rebellischen Studi Tyler. Und der muckt ganz schön auf.

Sein Zorn richtet sich vor allem gegen seinen Erzeuger, den Pierce Brosnan nur vordergründig als reichen Sunnyboy spielt. Auf den zweiten Blick ist Tylers seit langem geschiedener Vater ein gefühlskalter Geschäftsmann, der beim Familientreffen seiner Jüngsten barsch ins Wort fällt, wenn ihre oftmals besserwisserischen Erzählungen ihn langweiligen. Das bringt Tyler auf die Barrikaden. Er wirkt zwar selbst stets desinteressiert, trinkt zuviel und geht nur noch ab und zu an die Uni, aber seine kleine Schwester Caroline (Ruby Jerins) nimmt er immer in Schutz. Sie ist alles, was er noch hat, nachdem der große Bruder sich das Leben nahm.

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Romantisches Drama, in dem Robert Pattinson überzeugen kann

Doch nicht nur ihr eigener Vater kommt mit Carolines altkluger Art nicht klar. Tyler tickt aus, als er erfährt, wie Caroline von ihren Klassenkameradinnen gemobbt wird. Er hat seine Wut nicht unter Kontrolle und gerät immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Als ihn ein Bulle hops nimmt, nur weil er jemand vor einer brutalen Misshandlung bewahren wollte, sinnt er auf Rache. Er macht sich an Ally, die Tochter des Cops (die niedliche Emilie de Ravin aus „Lost“) ran.

Doch die Geschichte entgleitet ihm, als er merkt, dass auch Ally einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten hat: Ihr Mutter wurde vor Allys Augen erschossen. Gegen seinen Willen verknallt sich Tyler in das Mädchen …

Auch wenn die Handlung manchmal etwas konstruiert wird, ist „Remember Me“ nicht nur was für die Pattinson-fixierte „Twilight“-Fangemeinde. Und zwischen Tyler und Ally geht es wilder zur Sache, als es das bei Edward und Bella in der „Twilight“-Saga je wird. Auch mit harten Schlägen und Worten wird nicht gegeizt. Dennoch ist „Remember Me“ vor allem ein romantisches Drama, in dem Robert Pattinson trotz starker Nebenfiguren ganz klar die Hauptrolle hat.

Mit versifftem Karohemd, Sturmfrisur und Dreitagebart sieht er allemal besser und vor allem männlicher aus als in seiner Rolle des blutarmen Edward. Und er spielt auch überzeugender – offenbar liegt ihm der Revoluzzer mit James-Dean-Gedächtnis-Pose deutlich mehr als der enthaltsame Blutsauger. Wenn er so weitermacht, wird aus dem Jungen noch richtig was!

Von Mireilla Zirpins

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