River Phoenix: Letzter Film kommt doch ins Kino

Joaquin (links) und River Phoenix
Die Brüder Phoenix: Joaquin (l.) und River

Freudenfest für Fans der jung verstorbenen Leinwandlegende oder Sakrileg?

18 Jahre nach seinem Tod soll River Phoenix’ unvollendeter letzter Film ‚Dark Blood’ doch noch fertig gestellt werden. Der Teenie-Star brach am 31. Oktober 1993 im Alter von 23 Jahren in Los Angeles vor Johnny Depps Club ‚Viper Room’ zusammen und starb an drogenbedingten Herzversagen. Die Dreharbeiten zu ‚Dark Blood’ liefen damals noch. Der Film wurde nicht fertig gestellt, die Tapes verschwanden im Archiv. Nun will Regisseur George Sluizer das Werk doch noch mal in Angriff nehmen.

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Laut ‚Hollywood Reporter’ hat der mittlerweile 79-Jährige schon begonnen, das Material umzuschneiden. Die fehlenden Stücke will er mit Voice-Over-Passagen ersetzen. Dafür würde er gern Rivers jüngeren Bruder Joaquin verpflichten. „Die Stimmen der beiden klingen sehr ähnlich“, sagte er dem Online-Magazin. Man darf spekulieren, ob Joaquin Phoenix dafür zu haben ist. Der Hollywoodstar, der mit seinem Bruder in dem Nachtclub war und den Notarzt rief, ist über Rivers Tod nie hinweggekommen. Andererseits stand Regisseur Sluizer in den letzten Jahren in engem Kontakt mit der Familie Phoenix und hatte das Rohmaterial versteckt gehalten, damit es nicht verstümmelt würde.

River Phoenix 1988
1988 in 'Mosquito Coast': River Phoenix © picture-alliance / dpa, dpa

Was erwartet uns in ‚Dark Blood’? Nach Angaben des Regisseurs spielt River Phoenix, der mit Filmen wie ‚Stand By Me’, ‚My Own Private Idaho’ und als junger ‘Indiana Jones’ schon als Teenager zu einem der gefragtesten Stars Hollywoods avancierte, die Rolle des jungen Witwers Boy. Der wartet in der Wüste Arizonas als Eremit auf einem Nuklear-Testgelände auf das Ende der Welt, als ein Jet-Set-Pärchen (Jonathan Pryce und Judy Davis) mit einer Wagenpanne sich dorthin verirrt. Er rettet die beiden und nimmt sie dann gefangen, da er scharf auf die Frau ist und mit ihr eine bessere Welt schaffen möchte. Klingt schräg, aber vielleicht können wir uns bald selbst ein Bild davon machen. Wenn George Sluizers Plan aufgeht, soll der Film bereits 2012 in die Kinos kommen.

(Bildquelle: dpa)

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