Rita Russek ärgert sich über die niedrigen Gagen in der Filmbranche

Rita Russek: Es hat sich viel verändert
Rita Russek © Cover Media

Rita Russek (63) stellt fest, dass in der Filmbranche "nur noch Wert darauf gelegt [wird], dass alles billig ist."

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Gagen im Film

Seit 1998 verkörpert die erfolgreiche Schauspielerin die Kommissarin Anna Springer in der ZDF-Serie 'Wilsberg' - für sie ist der Dauerauftrag echtes Schauspieler-Glück.

"Das ist in heutiger Zeit, in der immer weniger gedreht wird, wie ein Lottogewinn", betonte Rita im Gespräch mit der 'Bild'-Zeitung und stellte mit Blick auf die aktuelle Auftrags- und Bezahlungslage in der Filmbranche fest: "Mit dem Wissen von heute würde ich nie wieder Schauspielerin werden wollen. Wir älteren Schauspieler haben uns eine gewisse Gage erarbeitet. Und dann kriegst du plötzlich von deiner Agentur ausgerichtet: 'Du kannst gerne die eine oder andere Rolle spielen. Aber nicht mehr für deine bis dahin gültige Gage, sondern nur noch für die Hälfte.' Es wird nur noch Wert darauf gelegt, dass alles billig ist."

Wie sehr manche ihrer Kollegen unter dem Druck stehen, jeden noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, das weiß die Künstlerin genau - das würde sie auch niemals jemandem vorwerfen. Im Interview mit 'Cover Media' erklärte Rita Russek vor einiger Zeit, dass sie es als absoluten Luxus empfindet, Angebote ablehnen zu können:

"Es gibt da diesen bösen Satz über den Charakter des Schauspielers: 'Der Schauspieler macht's oder er macht's doch.' Das meint, dass ein Schauspieler immer unter Existenzdruck steht und deswegen alles macht, was man ihm sagt. Ich bestehe aber darauf, dass der größte Luxus des Menschen ist, Nein zu sagen - nicht nur als Schauspieler. Man muss diese Möglichkeit eben nur wahrnehmen."

Cover Media

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