Hollywood Blog by Jessica Mazur

Rihannas rät allen Frauen: "Scheiß' auf die Liebe"

Rihannas rät allen Frauen: "Scheiß' auf die Liebe"
Rihannas rät allen Frauen: "Scheiß' auf die Liebe"

von Jessica Mazur

Scheiß auf die Liebe!, so das Fazit und der Rat von Rihanna, nachdem sie von Chris Brown in der Nacht vor den Grammys im Februar dieses Jahres brutal verprügelt wurde. Dass das erste Interview von Rihanna, die sich monatelang nach der Prügelattacke in Schweigen hüllte, hohe Wellen schlagen würde, war klar. Und so saßen heute in aller Frühe auch hunderttausende von Zuschauern vor dem Fernseher, um zuzusehen, wie Rihanna der bekannten Reporterin Diane Sawyer für ABCs Good Morning America Rede und Antwort steht. Im ersten Teil des Interviews - ABC ist natürlich klar, dass Rihannas side of the story ein echter Quotengarant ist und somit wurde das Interview gleich in drei Teile und auf zwei verschiedene Sendungen verteilt - verrät die Sängerin, wie sehr sie sich für das, was passiert ist schämt. Es ist beschämend, dass das die Art von Mensch ist, in die ich mich verliebt habe. Das sie nach der Tat zu Brown zurückkehrte, bezeichnet sie heute als egoistische Entscheidung für die Liebe. F*** Love!, so Rihanna, in der Hoffnung für andere Frauen in ähnlichen Situationen ein Zeichen zu setzen. Und sie rät, nicht mit dem Herzen, sondern mit dem Verstand zu denken.

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Klingt eigentlich ganz vernünftig. Dennoch sind die Reaktionen auf den ersten Teil des großen Rihanna-Interviews hier in Amerika gespalten. Dabei geht es in erster Linie nicht um das, was sie gesagt hat, sondern viel mehr darum, dass Rihanna überhaupt spricht. Natürlich erhält die Sängerin für ihre Ehrlichkeit Zuspruch von ihren Fans, aber es hagelt heute auch viel Kritik. hris Brown hat die Tat gestanden, wurde verurteilt und versucht jetzt, wieder auf die Beine zu kommen. Wieso muss sie die Geschichte wieder aufwärmen?, schreibt ein Leser der US Weekly in das Internetforum des Magazins. Ein anderer gibt an: Ich bin es so leid, dass Rihanna das Opfer spielt. Wann fängt sie endlich an, für ihren Teil der Schuld Verantwortung zu übernehmen. Immer wieder hört man Sätze, wie Sie versucht mit allen Mitteln Werbung für ihr neues Album zu machen oder Um die CD-Verkäufe anzukurbeln, ist ihr jedes Mittel Recht. Dass es kein Zufall ist, dass Rihanna ihr Schweigen nur wenige Tage bevor ihr neues Album erscheint bricht und auch immer wieder darauf hinweist, wie sehr das Ereignis Einfluss auf ihre neuen Songs hatte, steht wohl außer Frage - aber kann man ihr das vorwerfen? Machen das nicht alle so? Britney Spears sprach zum ersten Mal über ihren Zusammenbruch für eine MTV Doku, die zwei Tage vor Erscheinen ihres neuen Albums ausgestrahlt wurde, Fergie verriet im Vorfeld der Promotiontour für das Kino-Musical Nine neue Details aus ihrer Drogenvergangenheit, und Jennifer Aniston spricht zufällig immer dann über Brad Pitt, wenn sie einen neuen Film zu promoten hat. Frei nach dem Motto: Ich erzähle dir, was du hören willst, du gibst mir Sendezeit oder packst mein Gesicht aufs Cover.

Laut den hiesigen Medienexperten muss Rihanna ihre Funktion als Vorbild für ihre jungen Fans zurückgewinnen, wenn ihre kommenden Alben an den Erfolg der Vergangenheit anschließen sollen, und das ist im ersten Teil des Interviews heute gelungen. Für den zweiten Teil wurde allerdings angekündigt, dass Rihanna erzählen wird, was in der besagten Nacht genau passiert ist, was in Amerika bereits erneut heftige Kritik auslöste. Man darf also gespannt sein, wie viele Details Rihanna tatsächlich preisgib. Eins steht jetzt schon fest: je mehr sie sagt, desto mehr wird darüber berichtet - so läuft das nun mal im Showbusiness!

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

HIER geht's zu Ausschnitten aus dem Interview

 

Rihannas rät allen Frauen: "Scheiß' auf die Liebe"
© Bild: Jessica Mazur