'Riddick - Überleben ist seine Rache': Kinostart 19. September 2013

'Riddick - Überleben ist seine Rache'

Von Anja Blanuscha

2 von 5 Sternen

Hart, härter, Riddick. Der gefährlichste Schwerverbrecher der Galaxie schlägt wieder zu – im wahrsten Sinne des Wortes. Mit ‚Riddick – Überleben ist seine Rache‘ kehrt Actionstar Vin Diesel erneut als wortkarger intergalaktischer Krieger zurück auf die Kinoleinwand und muss wie bereits in ‚Pitch Black - Planet der Finsternis‘ und ‚Riddick: Chroniken eines Kriegers‘ um sein Leben kämpfen.

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Die Story ist schnell erzählt: Riddick (Vin Diesel) wird von ein paar Schurken auf einem lebensfeindlichen Planeten ausgesetzt, auf dem es von furchterregenden Kreaturen nur so wimmelt. Der Einzelkämpfer schlägt sich irgendwie durch und zieht sich eine der Bestien, eine Art Tiger-Hund, als treuen Gefährten heran. Auf seinen Streifzügen durch die karge Landschaft stößt er eines Tages auf eine von Menschen hinterlassene Raumstation und sendet einen Hilferuf ins All aus. Es dauert nicht lange, da landen zwei verfeindete Kopfgeldjäger-Trupps mit ihren Raumschiffen bei der Station. Doch Riddick wäre nicht Riddick, wenn er sich davon einschüchtern lassen würde. Im Gegenteil: Der Gejagte wird selbst zum Jäger, mit einem Ziel vor Augen: Diesen Planeten so schnell wie möglich zu verlassen …

Die Kopfgeldjäger haben es auf Riddicks Haupt abgesehen Sie haben es auf Riddicks Haupt abgesehen! Doch die Kopfgeldjäger (Dave Bautista, Jordi Mollà, Katee Sackhoff) werden bald von Jägern zu Gejagten.

Nicht nur Vin Diesel braucht viel Kraft

Wenn Vin Diesel im dritten Teil der Riddick-Saga seine beachtlichen Muskeln spielen lässt, muss auch der Zuschauer sehr stark sein. Denn der Actionstreifen will leider nicht in Gang kommen. Nach einem halbwegs vielversprechenden Anfang, bei dem Riddick aus geschätzten 500 Metern Höhe in einen Canyon abstürzt, sich das gebrochene Schienbein eigens mit zwei Eisenschrauben fixiert, in einem wabernden Tümpel abtaucht, um sich vor einer Meute zähnefletschender Tiger-Hunde in Sicherheit zu bringen, und eine Kreuzung aus XXL-Wurm und Skorpion erlegt, flaut das Ganze ab. Die karge Kulisse wirkt spätestens nach zehn Minuten eintönig und öde. Zuzusehen wie Riddick zum fürsorglichen Ziehvater eines jungen Tiger-Hundes mutiert, Stöckchen wirft und Leckerlis verteilt, wirkt befremdlich. Doch auch mit der Landung der Kopfgeldjäger-Trupps – darunter WWE-Wrestler Dave Bautista (Diaz) und Katee Sackhoff (Dahl, ‚Kampfstern Galactica‘), die sich als einzige Frau im raubeinigen Männermetier durchschlagen muss - kommt nur wenig Spannung auf. Im Gegenteil: Es nervt anzusehen, wie die Konkurrenten sich unentwegt gegenseitig bekriegen. Erst nach einer geschlagenen Stunde und ersten Opfern auf beiden Seiten, kommen sie endlich auf die Idee, sich gegen Riddick zusammenzuschließen. Als Zuschauer hofft man förmlich, dass Riddick diesem Trauerspiel bald ein Ende bereitet. Doch leider wird das lange Durchhaltevermögen nur mit einem mäßigen Showdown belohnt.

Alle guten Dinge sind drei? Das trifft wohl nicht auf den dritten Teil der Action-Saga zu. Regisseur und Drehbuchautor David Twohy, der auch schon für die beiden ersten Riddick-Filme verantwortlich war, hat die Story mit 119 Minuten unnötig in die Länge gezogen. 90 Minuten hätten dicke gereicht. Mal abgesehen von Schauspielerin Katee Sackhoff – die sich als taffe Kämpferin unter den Kerlen ganz gut durchschlägt - tut sich aus dem Cast niemand sonderlich hervor. Gut für Vin Diesel, dem dadurch auch niemand die Show stehlen kann. Wie sagt Riddick zu Beginn des Films selbst so schön: „Es gibt schlechte Tage und es gibt besonders schlechte Tage.“ Im übertragenen Sinn liegt der Film irgendwo dazwischen.

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