Rick Owens distanziert sich von Merkel-Protest

Rick Owens distanziert sich von Merkel-Protest
Rick Owens © Cover Media

Rick Owens (52) schlug ein Model nach seiner Frühjahr/Sommershow 2016, nachdem es auf seiner Modenschau ein Plakat mit dem Schriftzug 'Tötet Angela Merkel - nicht' hochhielt.

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"Kill Angela Merkel Not"

Der Designer ist für seine ausgefallenen Modenschauen bekannt. So sorgte er beispielsweise in seiner Herbstshow 2015 vor Kurzem für Schlagzeilen, weil die Genitalien seiner männlichen Models auf dem Laufsteg deutlich zu sehen waren. Heute [25. Juni] stellte Rick seine neuesten Kreationen in Paris zur Schau und sorgte erneut für einen Eklat. Der Designer flippte aus, als ein Model die Gelegenheit ergriff, auf dem Laufsteg zu protestieren. Jera, so hieß das Model laut 'WWD', hielt ein Banner mit der Aufschrift "Bitte, tötet Angela Merkel - nicht!" hoch. Das kam bei dem Modeschöpfer offensichtlich nicht gut an. Im Interview mit 'Dazed Digital' berichtete er, was sich ereignete: "Ich glaube, da stand 'Töte Angela Merkel', oder etwas Ähnliches. Stand das dadrauf? Ich weiß es nicht, es war ja nicht meine Idee. Er zog es heraus und ich haute ihm eine rein, als er vom Catwalk runterkam. Er ist seit zwölf Jahren meine männliche Muse und er hat sich anscheinend wohl genug gefühlt, so etwas in meiner Show zu machen und ich bin stinksauer!"

Gegenüber 'WWD' fügte er hinzu: "Er ist ein verrücktes, fehlgeleitetes, verdammtes Model, dem ich eine reingehauen habe, als es zurückkam. Bitte sagt das, dass ich ihn geschlagen habe!"

Ricks neueste Kollektion dreht sich um das Thema männliche Aggression und irritierte ihn damit noch mehr nach dem Vorfall: "Immer wenn ich an Herrenmode denke, denke ich an Aggression, weil das einfach ein Teil der männlichen DNA ist. Das ist etwas, mit dem auch ich zu kämpfen habe. Ich denke, anderen Männern geht das auch so", erklärte 'Dazed Digital'. "Zum Beispiel wann verwandeln sich Ehrgeiz und Effizienz in Aggression? Dieses Model hat einfach seiner Aggression nachgegeben und seine Balance war gestört. Er war nicht im Gleichgewicht. Seine Aggression gewann die Oberhand."

Rick Owens versicherte mehrmals, dass der Vorfall nicht geplant war und auch sein Label erklärte wenig später in einem offiziellen Statement, dass es eine "unabhängige Aussage" war, die in keiner Art und Weise den Ethos des Modehauses widerspiegele.

Cover Media

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