Richy Müller: Flüchtlingsabneigung wegen fehlender Neugier

Richy Müller
Schauspieler Richy Müller glaubt, dass es Fremdenfeindlichkeit immer wieder geben wird. Foto: Henning Kaiser © DPA

Für Schauspieler Richy Müller (60) hat die Abneigung gegen Flüchtlinge von gewissen Bevölkerungsgruppen in Deutschland auch etwas mit mangelnder Neugier zu tun.

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"Fremdenfeindlichkeit wird es immer wieder geben, dieses Phänomen ist einfach latent vorhanden - nicht nur in Deutschland. Vielleicht hat das auch mit fehlender Neugier zu tun, Neugier auf das Unbekannte", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur vor dem Probenauftakt bei den Bad Hersfelder Festspielen (24. Juni - 28. August).

Der auch als Stuttgarter "Tatort"-Kommissar bekannte Schauspieler spielt in der Eröffnungspremiere "Hexenjagd" den Reverend Hale, inszeniert wird das Theaterstück von Star-Regisseur Dieter Wedel. Das "Stück ist sehr brisant", beurteilt Müller und sieht Parallelen zur Gegenwart, "ob es Hexen oder jetzt Flüchtlinge sind, das nimmt sich nicht viel." Müller glaubt: "Viele Menschen haben Angst vor dem Fremden und schotten sich ab. Es beherrscht sie die Angst, dass ihre Normalität gestört wird und ihre Pfründe verloren gehen."

Der erneuten Zusammenarbeit mit dem Star-Regisseur seit dem Mehrteiler "Die Affäre Semmeling" (2002, ZDF) fiebert Müller entgegen. "Dieter Wedel ist ein Macher, Arbeiter und unermüdlicher Akteur." Im Drama "Hexenjagd" spielen auch Elisabeth Lanz und Christian Nickel, André Hennicke und Motsi Mabuse mit.

Service:

Tickets gibt es unter anderem bei www.eventim.de und unter . Ticketzentrale: +49.6621.640200


dpa
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