Hollywood Blog by Jessica Mazur

Revolution beim 'After-Baby-Body'? - Oder doch nicht?

Revolution beim 'After-Baby-Body'? - Oder doch nicht?
Revolution beim 'After-Baby-Body'? - Oder doch nicht?

von Jessica Mazur

Heute erschienen hier in Hollywood die neusten Magazine an den Newsstands. Doch zur Abwechslung waren es mal nicht 'US Weekly', 'People' und 'Co', die mit ihrem Gossip-Schlagzeilen für Furore sorgten. Das 'OMG!'-Rennen in dieser Woche gewann stattdessen das amerikanische Frauenmagazin 'Redbook'. Die haben sich nämlich dazu entschlossen, Kristen Bell zum Covergirl ihrer Septemberausgabe zu machen. Und das, obwohl Bell, die Ende März eine Tochter zur Welt brachte, noch ein paar Babypfunde auf den Rippen sitzen hat. Wie bitte? Unnötige Pfunde? So etwas gibt es doch in Hollywood sonst nicht zu sehen...!

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Dass Kristen Bell keine Lust darauf hatte, sich wie andere Promidamen nach der Geburt der kleinen Lincoln zu stressen, nur um in Rekordzeit wieder super skinny zu sein, war bereits bekannt. Trotzdem sorgte ihr Coverbild, auf dem sie eigenen Angaben zufolge noch 15 Pfund "zu viel" drauf hat, heute für jede Menge Gesprächsstoff. Nachdem Kate Middleton unmittelbar nach der Geburt von Prinz George in England ihre 'Bauch-Reste' zeigte, gilt Kristen Bell´s Cover jetzt allen Ernstes als eine Art 'Durchbruch' in der amerikanischen 'After Baby Body'-Berichterstattung. So fragt das beliebte Onlineportal 'Fashionista' zum Beispiel: "Wird es Redbooks Septemberausgabe gelingen, unsere Einstellung gegenüber neuen Celebrity Müttern zu ändern?"

Währenddessen muss sich die Chefredakteurin des Blattes Jill Herzig rechtfertigen, warum sie sich für Bell als Covergirl entschieden hat. Die Frau sagt, sie begrüßt es, dass Kristen genug Selbstbewusstsein hat, um sich nicht wie andere Promis wegen ein paar Kilos verrückt zu machen. Klingt gut. Auf der anderen Seite sollte man allerdings wissen, dass Kristen eigentlich schon das Cover der Augustausgabe zieren sollte, die Chefredakteurin das Fotoshooting dann aber doch noch einen Monat nach hinten verschob, um Kristen Bell "mehr Zeit zu geben". Zu viele Extra-Pfunde sollten es dann wohl doch nicht sein. Ach ja, und direkt neben der Schauspielerin finden die Leserinnen auf dem Cover Hinweise auf Artikel, die sich damit beschäftigen, wie Frau sich schlanker anziehen kann und mit welchen Diäten man am besten Gewicht verlieren kann. Hm, komische Kombi...!

Ich finde Kristen Bells Einstellung nicht nur richtig, sondern vor allem normal. Schade nur, dass Hollywood daraus so eine große Nummer macht. Dass jetzt mehr Promi-Mamas Kristen Bells Vorbild folgen, ist wohl auch nicht zu erwarten. So berichtet die 'US Weekly' in dieser Woche, dass sich Kim Kardashian noch mindestens einen Monat "verstecken" will, bevor sie ihren 'After Baby Body' präsentiert. Und die 'Life & Style' lobt, dass Channing Tatums Ehefrau Jenna Dewan-Tatum nach der Geburt ihrer Tochter in nur sechs Wochen 25 Pfund verloren hat. Alles beim Alten also...

Revolution beim 'After-Baby-Body'? - Oder doch nicht?
© Bild: Jessica Mazur