Reinhold Messner lässt das Bergsteigen sein

Reinhold Messner lässt das Bergsteigen sein
Reinhold Messner © Cover Media

Reinhold Messner (70) weiß, dass viele Bergsteiger in seinem Alter verunglücken. Deshalb geht er selbst nur noch selten in die Berge.

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Mit einer Ausnahme

Der berühmte Alpinist hat gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Habeler 1978 als Erster den Gipfel des Mount Everest ohne Flaschensauerstoff bezwungen und stand ebenfalls als Erster auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender. Mittlerweile geht der Südtiroler aber nur noch selten in die Berge.

Da viele Gipfelstürmer seines Alters verunglücken, habe er sich zurückgenommen. Jetzt macht er pro Jahr nur noch eine Expedition mit seinem Sohn Simon: "Er geht voraus, er ist inzwischen stärker. Schnellkraft und Geschicklichkeit haben bei mir nachgelassen. Als Älterer fällt man ungeschickter", berichtete Messner im Interview mit dem Magazin 'Bunte'.

Zwar macht der frühere Sportler so gut wie keine Expeditionen mehr, dafür hat er alle Hände voll mit seinen zahlreichen Projekten zu tun. Mit Blick auf seinen eindrucksvollen Lebenslauf würde man vermuten, dass die Bergsteiger-Legende ein rundum glückliches Leben führt. Er selbst sagte dazu: "Glück gibt es nur in Momenten des Flow. Aber ich bin gesund, kann klettern, Vorträge halten, Bücher schreiben... Wenn ich morgen sterbe, ist es auch gut."

Ein glücklicher Moment war für den früheren Extrembergsteiger sicher die Eröffnung seines sechsten - und laut Messner letzten - Museums Corones auf dem Kronplatz bei Bruneck in Südtirol. Thema der Ausstellung sind der Fels und die großen Wände: "Das ursprüngliche, traditionelle Bergsteigen soll hier wieder auferstehen", zitierte 'Bayern 1' den Höhenexperten und Museumsgestalter dazu. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte zum Auftakt ihres Südtirol-Urlaubs das neue Museum von Reinhold Messner.

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