Reinhold Beckmann wird 60: So aufregend war seine Karriere als Journalist

Reinhold Beckmann: Fußball, Heidi Klum und die gute Tat
Reinhold Beckmann feiert seinen 60. Geburtstag © ddp images

Was er anpackt, hat Erfolg. Davon zeugen die vielen Auszeichnungen, die Reinhold Beckmann in seiner Vita auf der Homepage anführt: Zum "Besten Moderator des Jahres" kürte ihn die Fachzeitschrift "Kicker" für seine Interviews und Live-Reportagen zur Fußball-WM in Italien 1990. Für die von ihm entwickelten Fernsehformate "ran" und "ranissimo" (Sat.1) wurde er mit der "Goldenen Kamera" dem "Bayerischen Fernsehpreis" und der "Goldenen Romy" ausgezeichnet. Heute gehört er zum festen Moderatoren-Team der Bundesliga-"Sportschau" und ist regelmäßig bei großen Fußball-Spielen im Einsatz.

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Zum 60. Geburtstag

Gelernt hat Beckmann sein Handwerk von der Pike auf: Nach dem Abitur absolviert er eine Lehre zum Radio-, Fernseh- und Videotechniker. Im Anschluss daran studierte er Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln. Dann startete er als freier Journalist durch.

 

Der Talkshow-Meister

 

Auch als Talkmaster wird Beckmann ausgezeichnet: Für sein Interview mit dem ehemaligen Radprofi und geständigen Doping-Sünder Bert Dietz bekam er 2007 den "Deutschen Fernsehpreis" in der Kategorie "Beste Moderation". Und auch sein soziales Engagement fiel auf: Für die 1999 von ihm gegründete Kinderhilfsinitiative "NestWerk e.V." gab es 2008 sogar das Bundesverdienstkreuz.

Nur mit der Musik will es noch nicht so recht klappen. Zwar veröffentlichte er 2014 sein erstes Album "Beckmann & Band: bei allem sowieso vielleicht", doch das landete weder weit oben in den Charts, noch gab es einen Preis. Das macht aber nichts, denn wer kann schon immer nur oben oder vorne sein.

Von dem Mann aus Twistringen bei Bremen ließen sich in den 15 Jahren seiner Talkshow (Das Erste) viele Promis an den braunen, polierten Holztisch und durch das Interview führen. Auf besagten Tisch kam alles, was dem prominenten Menschen aus Sport, Entertainment, Gesellschaft und Politik so passieren kann: Boris Becker packte über sein Liebesleben aus, Heidi Klum über ihre Fast-Food- und Süßigkeiten-Leidenschaft, Angela Merkel übers Cocktail-Mixen und Michail Gorbatschow zusammen mit Hans-Dietrich Genscher über die deutsche Wiedervereinigung.

 

Die Liebe und die gute Tat

 

Zuletzt lief eine Reportage von Beckmann über die Liebe im Fernsehen. Und auch privat war er mit diesem Thema in den Medien, denn im September 2015 gaben er und seine Ehefrau Kerstin nach 23 gemeinsamen Jahren und 20 Ehejahren die Trennung bekannt. Ob er seinen 60. Geburtstag am 23. Februar trotzdem mit ihr und den beiden gemeinsamen erwachsenen Kindern gefeiert hat, ist nicht bekannt.

Fest steht aber, dass es dieses Jahr auch im Herbst wieder etwas zu feiern gibt. Denn nach einem Jahr Pause findet am 4. September der "Tag der Legenden" im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli statt, bei dem sich die großen Fußball-Stars für den guten Zweck die Ehre geben. Die Einnahmen des Charity-Events gehen an Beckmanns Verein "NestWerk", der Jugendliche in sozial schwachen Stadtteilen durch Sport- und Freizeitangebote fördert. Wahrlich ein Grund, um stolz zu sein für den Wahl-Hamburger mit der Brille und den markanten Koteletten.

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