Reinhard Mey über den Tod seines Sohnes: "Wir mussten ja weiterleben"

Reinhard Mey: Wie er mit dem Tod seines Sohnes fertig wird
Reinhard Mey im April 2017 bei der Aufzeichnung einer deutschen Talkshow © imago/Future Image, SpotOn

Der Schmerz hört niemals auf

Der Schmerz will nicht weichen. Er ist da - für immer. Der Liedermacher Reinhard Mey (74, "Mr. Lee") hat gelernt, damit umzugehen. Im Jahr 2014 ist sein Sohn Maximilian (32) gestorben. Nach einer verschleppten Lungenentzündung und Herzrhythmusstörungen lag der junge Mann fünf Jahre im Wachkoma. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" schildert Mey, wie er die Tragödie seines Lebens verarbeitet.

"Wir mussten ja weiterleben"

"Wir mussten ja weiterleben. Meine Frau und ich hätten uns auch die Kugel geben können, aber wir haben zwei andere Kinder, denen man das nicht antun kann. Und wir haben alle zusammengehalten. Wir haben versucht, eine Art zu finden, damit weiterleben zu können", erzählt Mey und fährt fort: "Und Sie sehen: Ich lebe. Meine Frau lebt. Und wir lachen viel. Aber der Schmerz ist immer da. Ich will ihn auch gar nicht verdrängen."

Es gebe einen "Schatz an glücklichen Erinnerungen... Er war ein großer Spaßvogel und ein sehr witziger und lebensfroher Junge. Da ist eine Wunde, die nie heilen wird, aber ich bin es ihm auch ein wenig schuldig, selbst mit dem Schmerz froh und lustig und trinkfest zu sein." Mit Ehefrau Hella ist Reinhard Mey seit 1977 verheiratet.

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