Regisseurin Maren Ade: Präzise Analytikerin des Alltags

Maren Ade
Maren Ade schaut ganz genau hin. Foto:  Guillaume Horcajuelo © DPA

Die Tragikomödie "Toni Erdmann" ist der bisher größte Erfolg der deutschen Regisseurin Maren Ade (39). Beim Filmfestival Cannes wurde er im Mai von den Kritikern und Zuschauern bejubelt und bereits in mehrere Länder verkauft.

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Schon ihr erster Spielfilm "Der Wald vor lauter Bäumen", 2003 ihr Abschlusswerk an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, gewann international mehrere Preise. Die Tragödie erzählt von einer idealistischen, aber überforderten Lehrerin in der Provinz.

Sechs Jahre ließ sich Ade Zeit, dann folgte "Alle Anderen" mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger als Paar in der Krise. Bei der Berlinale gewann die Regisseurin dafür den Großen Preis der Jury, Minichmayr wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Ade beweist in den Werken ihr Gespür für präzise Beobachtungen alltäglicher Situationen - für peinliche Momente, dramatische Entwicklungen ebenso wie für humorvolle Episoden. "Humor ist für mich privat sehr wichtig, sowohl in der Beziehung als auch beim Arbeiten", sagte Ade mal in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Zusammen mit ihrer Studienkollegin Janine Jackowski gründete Ade 2001 die Produktionsfirma "Komplizen Film". Ade wurde in Karlsruhe geboren, lebt aber seit Jahren in Berlin.


dpa
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