"Ratchet & Clank" - Vom Computerspiel auf die Kinoleinwand

«Ratchet & Clank»
Qwark (l-r), der Lombax Ratchet, der Roboter Clank, Coro und Brax in einer Szene des Films "Ratchet & Clank". Foto: Constantin Film/dpa © DPA

Ein Lombax und ein kleiner Roboter retten die Galaxie, fordern einen scheinbar übermächtigen Bösewicht zum Kampf heraus. Was als Computerspiel seit mehr als einer Dekade funktioniert, soll nun auch als 3D-Film im Kino zur Erfolgsgeschichte werden.

- Anzeige -

Die Handlung des familienfreundlichen "Ratchet & Clank"-Films ist einfach gehalten: Wie im Computerspiel geht es darum, dass das ungleiche Duo aus felligem Mechaniker (Ratchet) und aufgewecktem Wachroboter (Clank) einen bösen Großindustriellen namens Drek besiegen muss - und nebenbei auch die Galaxie rettet.

Im Videospiel ist die Geschichte der Freundschaft schon längst bekannt, im Film wird das Kennenlernen der beiden und ihr erstes Abenteuer neu aufgerollt. Ratchet, ein fuchs-ähnlicher Wesen der Gattung Lombax, hat sich bereits als kleines Kind ein großes Berufsziel gesteckt: Superheld.

Seine Größe und anscheinend zwielichtige Vergangenheit stehen ihm jedoch im Superhelden-Casting im Weg, die etablierte Runde der "Galactic Rangers" ist unbeeindruckt von seinen Ambitionen. Unverhofft bekommt Ratchet eine zweite Chance - und muss sich beweisen. Die Botschaft des Films ist dabei eindeutig: Es gibt mehr als Ruhm und Macht - Freundschaft und innere Größe sind das wichtigste Gut.

Für die Spiele-Konsole erschien der erste Teil der Abenteuer-Reihe bereits 2002. Weitere Teile folgten fast im Jahrestakt, so dass das Duo heute längst als Klassiker gehandelt wird. Wie schon im Spiel reisen Ratchet und Clank nun auch im Film durch das Sonnensystem, sammeln Waffen, erkennen Gefahren und müssen sich einen Weg aus der Misere suchen.

Inhaltlich bedienen sich die Entwickler rund um den kanadischen Regisseur Kevin Munroe im farbenfrohen 3D-Film an bekannten Weltraum-Klassikern wie "Star Wars" und Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum", auch die James-Bond-Reihe wird aufs Korn genommen.

Eine Besonderheit des knapp 90-minütigen Films findet sich lediglich in der englischen Original-Version, geht jedoch in der deutschen Übersetzung verloren: Hollywood-Größe Sylvester Stallone leiht dem Bösewicht seine Stimme, John Goodman kommt als Ratchets Mentor zu Wort und Rosario Dawson mimt ein Mitglied des Superhelden-Quartetts.

Beinahe zeitgleich zur Filmveröffentlichung können sich die "Ratchet & Clank"-Fans zusätzlich auf ein weiteres Computerspiel für die Playstation 4 freuen - ebenso wie im Film kämpfen die unscheinbaren Helden da mit neuen Waffen und viel Ironie für Gerechtigkeit.

(Ratchet & Clank, USA/Kanada 2016, 94 Min., FSK ab 6, von Kevin Munroe)


dpa
— ANZEIGE —