Ralph Fiennes: Schauspieler sind oft unsicher

Ralph Fiennes
Ralph Fiennes © Cover Media

Ralph Fiennes (51) glaubt, dass es die Kunst der Schauspieler ist zu funktionieren, auch wenn sie innerlich Panik schieben.

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Innen ganz schüchtern?

Der Schauspieler ('Coriolanus') machte sich mit Filmen wie 'Schindlers Liste', der Harry-Potter-Reihe oder auch der romantischen Komödie 'Manhattan Love Story' einen Namen. Der Charakterdarsteller gab früher bereits zu, dass er sich als verliebter Held an der Seite von Jennifer Lopez (43, 'On the Floor') unwohl gefühlt habe. Er glaubt, dass es viele Schauspieler ähnliche Erfahrungen machen. "Ich glaube, dass Unsicherheiten häufig reinspielen. Ich glaube, ein Schauspieler kann funktionieren, auch wenn er innerlich unter einem erheblichen Mangel an Selbstbewusstsein leidet", sinnierte Fiennes in der britischen Zeitung 'The Telegraph'.

Einige seiner aktuellen Projekte beinhalten die Komödie 'The Grand Budapest Hotel' und 'The Invisible Woman', wo er auch Regie führte. Das Komödienfach ist übrigens etwas, was dem Briten nicht besonders leicht fällt. "Es gibt Schauspieler, die sind ganz klar komödiantisch, einfach durch die Art, wie sie sind, wie ihre Gestik ist …. Die Art, wie sie mit der Sprache spielen oder improvisieren, sie haben diese komödiantische Gabe. Ich bin nicht sicher, dass ich das habe, aber ich glaube, wenn ich gut gecastet bin und den richtigen Regisseur an meiner Seite habe, in einem bestimmten Kontext und in gewissen Szenen, dann kann ich begreifen, wo der komödiantische Wert liegt und vielleicht kriege ich das dann hin … Der Hamlet, den ich gemacht habe, steckte voller lustiger Momente", lachte der Frauenschwarm.

Eher weniger lustig war Fiennes' Verkörperung des Oberschurken Lord Voldemort in der Harry-Potter-Saga. Aber auch da war es für Ralph Fiennes besonders wichtig, dass die Rolle möglichst komplex und nicht einfach schwarz und weiß war. "Ich glaube, bei großen Filmen herrscht häufig das Prinzip, dass dem Publikum alles klar sein muss. Sie wollen wissen, ob eine Rolle sympathisch genug ist. Ich könnte um mich erschießen, wenn ich sowas höre. Es ist doch ein Mensch, also möchte ich die Rolle voller Facetten darstellen, die Möglichkeiten auf schlecht und gut haben - so, wie wir alle sind."

Wie vielseitig Ralph Fiennes ist, zeigt er in 'Grand Budapest Hotel' ab dem 6. März in deutschen Kinos.

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