Ralf Moeller: "Alptraum wahr geworden"

Ralf Moeller
Ralf Moeller ist entsetzt. Foto: Britta Pedersen © deutsche presse agentur
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Hollywood-Schauspieler Ralf Moeller (57, "Gladiator", "Conan") hat den Wahlsieg von Donald Trump bei seinem derzeitigen Besuch in Deutschland aus der Ferne mitverfolgt.

"Da haben wir doch nicht mit gerechnet", sagte der frühere Bodybuilder der dpa. "Aber jetzt ist dieser Alptraum wahr geworden."

Der Wahlkalifornier, der seit 2014 die doppelte Staatsbürgerschaft hatte, stimmte per Briefwahl für die Demokratin Hillary Clinton. "Obwohl sie ihre Ecken und Kanten hat - in 30 Jahren Politik macht man nicht alles richtig - aber für mich war sie erfahrener und diplomatischer. Was man von Trump zwei Jahre lang hörte, da konnte man nur sagen: 'Hoffentlich nicht der.'."

Trump habe in seiner Ansprache nach dem Wahlsieg aber präsidialer und besonnener gewirkt, hielt Moeller dem Republikaner zugute. "Wenn er so weiter macht, dann sehe ich vielleicht noch einen Schimmer Hoffnung", sagte der Hollywood-Star. Trumps Wahlkampf sei allerdings "eine absolute Schlammschlacht" gewesen. "Das Problem bei Trump ist, dass man ihn nicht einschätzen kann. Macht er uns was vor?". Er müsse jetzt erst mal mit Taten überzeugen.

Den Wählerfrust erklärt Moeller damit, dass in den letzten 20 Jahren der Mittelstand in den USA heruntergewirtschaftet worden sei. Die Leute hätten ihr Vertrauen in Washington verloren. Nun würden sie ihre Karten auf einen politischen Außenseiter setzen.

An eine Rückkehr nach Deutschland denkt der aus Recklinghausen stammende zweifache Vater nicht. Seine 19 Jahre alte Tochter sei in Kalifornien geboren worden, deren 27-jährige Schwester war noch in Deutschland zur Welt gekommen.

Und wen hat sein Freund und Kollege Arnold Schwarzenegger, ein überzeugter Republikaner, gewählt? "Arnold hat schon vor drei Wochen gesagt, dass er nicht Trump wählen werde, aber mehr weiß ich auch nicht."


Quelle: DPA
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