'Pussy Riot' sind die Stars bei der 'Cinema for Peace'-Gala

Pussy Riot in Berlin
Pussy Riot auf der Cinema for Peace Gala © Patrick Hoffmann/WENN.com, PH3

Sie stehen überall im Mittelpunkt

Es war ihr erster Auftritt in Deutschland nach der Freilassung aus dem russischen Straflager: Die russische Band 'Pussy Riot' hat bei der 'Cinema for Peace' Gala in Berlin allen anderen die Show gestohlen.

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Egal wo Nadescha Tolokonnikowa und Marija Aljochina auftauchen, sie stehen stets im Rampenlicht. Die Mitglieder der Punk-Band 'Pussy Riot' sind zu Gast bei der 'Cinema for Peace'-Gala und wurden mit dem Preis für die wertvollste Dokumentation des Jahres ausgezeichnet. Ihr Werk 'Pussy Riot: A Punk Prayer' dokumentiert ihre Verhaftung im Jahr 2012. In der Moskauer Erlöser-Kathedrale sorgten sie mit einem Punk-Gebet für Aufsehen. Bei diesem Gebet kritisierten sie das Verhältnis von Staat und Kirche in Russland.

Nach der Verhaftung wurden die Band-Mitglieder von einem russischen Gericht zu zwei Jahren Haft in einem russischen Straflager verurteilt. Wie diese Zeit für Nadescha und Marija war, erzählen sie einem Interview mit RTL: "Wir haben die Zeit möglichst konstruktiv genutzt. Wir haben das System 24 Stunden am Tag bekämpft. Wenn du im Gefängnis nicht weiter aktiv bist, dann wird man dich zu einem passiven, teilnahmslosen Lebewesen machen."

'Pussy Riot' wollen die Menschen wachrütteln

Die Aktivistinnen wurden im Dezember 2013 vorzeitig aus der Haft entlassen - Wladimir Putin selbst sprach die Amnestie aus. Dankbar sind die beiden Putin allerdings nicht. Dass ihre Meinung sich nicht geändert hat, sagen sie deutlich bei der Pressekonferenz der 'Cinema for Peace'-Gala: "Putin wollte mit unserer Freilassung einfach nur sein Image aufpolieren. wir sollten diese Amnestie nicht mehr als Amnestie bezeichnen, weil es einfach nur ein Fake war."

'Pussy Riot' will weiter für ihr Recht kämpfen. Im Rahmen der Olympischen Spiele in Russland und der Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen in diesem Land, will die Band die Menschen auch weiterhin auf die miserablen Zustände aufmerksam machen.

Die deutschen Promis sind begeistert von dem Mut der jungen Frauen. In einem Interview mit RTL macht Schauspielerin Ursula Karven deutlich, dass sie die Frauen sogar als eine Art Vorbild sieht: "Ich kann nur sagen, dass ich einen riesen Respekt habe vor diesem Mut. Ich weiß nicht, ob ich ihn hätte. Ich wünschte mir, dass ich ihn hätte."

Bildquelle: WENN

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