Pssst! Geheimtipp: 'The Pusher' aus Schweden

'The Pusher': Sie rocken als Vorband von 'Sunrise Avenue'
'The Pusher' rocken als Vorband von 'Sunrise Avenue' © Mandatory Credit: WENN.com, SI1

Interview mit der Band 'The Pusher'

'The Art of Hitmusic' - das ist der Titel vom Debutalbum der schwedischen Band 'The Pusher. Ein Titel der viel verspricht - und viel hält! Denn auf dieser Platte geht wirklich jeder Song direkt ins Ohr. Wie Jakke, Pontus, Karl und John um jeden Song auf der Platte miteinander gekämpft haben, wie ihre Tour mit 'Sunrise Avenue läuft' und warum die Jungs in ihrem Leben "noch nie so verschwitzt" waren, haben sie uns im exklusiven Interview verraten.

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Von Christina Rings

Ich muss zugeben, dass ich euch nicht kannte, bevor ich vor ein paar Tagen euer Album gehört habe und jetztbin ich wiklich schwer begeistert von euch. Stellt euch doch mal den Leuten da draußen vor, die euch vielleicht auch noch nicht kennen und verratet uns auch gleich eure größte Schwäche und eure größte Stärke.

Jakke: Wir sind ‚The Pusher’ aus Schweden! (die Band klatscht zustimmend)

Pontus: Live auf der Bühne stehen und das Publikum rocken - das können wir am allerbesten. Wir schreiben unsere Songs so, dass sie auch live gut funktionieren.

Karl: Und natürlich die Songs: Sie sind sehr direkt und bleiben im Kopf. Unser Ziel ist es, Ohrwürmer zu kreieren, die die Leute schnell mitsingen können.

Jakke: Und Schwächen? Musikalisch haben wir keine! Aber wir sind echt Looser, wenn es darum geht, Zeiten einzuhalten. Wir kommen immer zu spät und unser Tourmanager ist dann immer richtig angepisst. Dann brüllt er "F*** you!! F*** you guys!!!“ (alle lachen) Nein, man ist dann natürlich sauer auf sich selbst, wenn es heißt, komm um elf und wir laufen da erst um viertel nach auf. Das ist respektlos und da arbeiten wir dran. Naja, aber irgendwie ist es ja auch Rock’n’Roll! (grinst)

Wie läuft denn eure Tour bis jetzt?

John: Fantastisch! Sehr gut.

Karl: Das Feedback vom Publikum ist großartig.

In einer Stunde steht ihr auf der Bühne, wirkt aber überhaupt nicht nervös …

John: … wir sind konzentriert. Sehr konzentriert, nicht nervös.

Pontus: Vielleicht ein bisschen, kurz bevor wir auf die Bühne gehen.

Jakke: Wir haben schon so viele Liveshows zusammen gespielt, alleine dieses Jahr waren es um die 70!

Jakke: Genau, und darum sind wir daran gewöhnt. Wir wissen, was alles schiefgehen kann und das nicht immer alles glatt läuft. Uns kann echt nichts mehr schocken.

Pontus: Ich hab’ einmal ein Set total vergeigt und das Stück ruiniert. Aber das passiert nun mal, damit muss man leben.

Karl: Auf der Bühne zu stehen ist das, was wir lieben. Also gibt es auch keinen Grund, nervös zu sein.

70 Shows seit Januar – das ist ja ein ziemliches Pensum. Bleibt da überhaupt noch Zeit für Familie, Freunde, Liebe?

Jakke: NEIN! (lacht)

Pontus: Wir sind beste Freunde, also ist das schon okay.

Karl: Und wir haben alle Eltern … ähh! (alle lachen)

Jakke: Echt? Das überrascht mich jetzt!

Karl: Ich sollte meine mal wieder anrufen … (atmet schwer)

Pontus: Wir sind schon eine sehr eingeschworene Gruppe und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Und klar ist es schwer, die Zeit zu finden, sich mit anderen Leuten auf einen Kaffee oder so zu treffen.

John: Das ergibt sich alles wie von selbst: Die Leute, die wir kennenlernen, verlieren sehr schnell das Interesse, weil wir viel unterwegs sind und Verabredungen absagen müssen. Wir sind nie zu Hause!

Pontus: Unsere echten Freunde bleiben uns aber treu.

Jakke: Das soll nicht arrogant rüberkommen, aber wir sind einfach so konzentriert auf unsere Musik, dass wir keinen Kopf für andere Dinge haben.

Und Liebe?

Pontus: Liebe … Liebe ist toll.

Jakke: Jeder braucht Liebe.

Karl: Ja …

Okay, ich höre ja schon auf! Dann reden wir doch mal darüber, wie vor vier Jahren in Stockholm alles angefangen hat: Da habt ihr euch zum ersten Mal getroffen und euch anschließend mit Junk Food und billigem Bier in einem Tonstudio verschanzt …

Jakke: … und schau’, wo wir jetzt sind! (präsentiert sein Heinekken) Heute trinken wir teures Bier (alle lachen).

Karl: Wir sind alle nach Stockholm gezogen, weil wir wirklich gerne Musik machen und leben wollten. Und um das zu tun, musst du viele Opfer bringen. 110 Prozent deiner Zeit, 110 Prozent von deinem Geld – nur dann hast du die Chance, es auch zu schaffen.

Pontus: Und Stockholm ist eine sehr kleine Stadt und die Musikszene ist noch kleiner. Da trifft man schnell auf die Leute, die die gleichen Ziele verfolgen wie du. Wir hingen in denselben Bars ab, hörten die gleiche Musik …

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