Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink: Jetzt sagt eine Überraschungszeugin aus

Prozess geht in eine neue Runde: Jetzt meldet sich Gina-Lisa Lohfink zu Wort.
Gina-Lisa Lohfink steht erneut vor Gericht. © picture alliance / dpa, Jörg Carstensen, car tmk

Gina-Lisa Lohfink stand am 8. August 2016 wegen der angeblichen Vergewaltigung erneut vor Gericht. Doch das erwartete Urteil blieb aus. Am Ende eines langen Prozesstages kann Gina-Lisa nicht verstehen, warum immer noch kein Urteil gefallen ist.

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Angebliche Vergewaltiger haben Gina-Lisa Lohfink angezeigt

"Dass ich überhaupt noch hier bin. Das müsste am ersten Tag eigentlich klar sein. Aber ich akzeptiere das so und komme beim nächsten Mal auch wieder", so Gina Lisa im RTL-Interview. Das sollte sie auch, denn für die nächste Anhörung kündigte sie ein Ass im Ärmel an. "Beim nächsten Mal kommen viele Menschen, wo die Jungs das mit denen gemacht haben. Ich sage jetzt nix, was nicht stimmt, ihr werdet es ja nächste Woche mitbekommen."

Bereits am Montag war die Überraschungszeugin Elena H. vor Gericht aufgetaucht, die behauptet, dass einer der angeblichen Täter, Sebastian P., ihr 2014 K.o.-Tropfen verabreicht und sie gefügig gemacht haben soll. Sie könnte Gina-Lisa jetzt helfen, seine Glaubwürdigkeit vor Gericht in Frage zu stellen. Sebastian P. bleibt allerdings bei seiner Aussage, dass sich die "Hör auf"-Rufe von Gina-Lisa in dem Video auf das Filmen beziehen würden. "Ich habe mit 500 Frauen geschlafen, und sie bringen die drei hier an, die sich beschwert haben", soll er laut 'Stern.de' gesagt haben.

"Ich habe Gänsehaut, mir geht es körperlich nicht so gut", sagte Gina-Lisa im RTL-Interview noch vor Prozess-Beginn. "Es ist einfach schlimm, vor Gericht zu gehen. Ich hoffe auf Gerechtigkeit auf einen Freispruch oder eine Einstellung. Wenn es nicht dazu kommt, gehe ich in Berufung. Das lasse ich mir nicht gefallen." Als das Sex-Video im Gericht gezeigt wurde, musste Gina-Lisa die Verhandlung unterbrechen und den Gerichtssaal verlassen. "Gina-Lisa war hochemotional", berichtete RTL-Reporterin Nicole Welzel vor Ort. "Sie war in Tränen aufgelöst, hat immer wieder angefangen zu weinen und sich die Ohren zugehalten."

Die vermeintlichen Täter hatten Strafanzeige gegen das Model erstattet - wegen Verleumdung, Beleidigung und übler Nachrede. Die Anzeige soll sich auf Äußerungen beziehen, die Lohfink Ende Juni vor dem Gebäude des Berliner Kriminalgerichts gemacht haben soll. Dort läuft derzeit ein Prozess wegen falscher Verdächtigung gegen sie. Die Ermittlungen gegen die beiden Männer wegen Vergewaltigung waren zuvor eingestellt worden.

Am 22. August geht der Prozess weiter.

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