Hollywood Blog by Jessica Mazur

Promibonus für die großen Stars

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von Jessica Mazur

Ich habe mich heute gefragt, sind wir hier in LA eigentlich noch auf die Polizei angewiesen? Wenn es darum geht, die richtig bösen Jungs einzubuchten bestimmt, wenn es aber um Strafdelikte geht in die Celebrities verwickelt sind, dann kann man hier schnell den Eindruck gewinnen, dass die LA Police eigentlich überflüssig ist..., DEN PAPARAZZO SEI DANK!

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Aktuelles Beispiel: Frauenschwarm Orlando Bloom. Der war, wie vielfach berichtet wurde, in einen Autounfall verwickelt, bei dem er einen parkenden Porsche gerammt hat. Die Polizei tat daraufhin das, was sie normalerweise tut: sie erschien am Unfallort, nahm Personalien und Zeugenaussagen auf und erklärte am nächsten Tag, dass der Sachschaden gering, bei Orlando kein Alkohol im Spiel war und dass man nun dessen Behauptung nachginge, er habe den Unfall nur gebaut, weil Fotografen ihm den Weg abgeschnitten hatten. Bei dieser Behauptung, ob sie nun stimmt oder nicht, hatte Orlando seine Rechnung allerdings ohne die Paparazzi gemacht. Die beschlossen nämlich, die Polizei freundlich und vor allem in großen Buchstaben auf Gossip-Webseiten darauf hinzuweisen, dass sie vielleicht besser in eine andere Richtung investigieren sollte als die ihrige,... zum Beispiel in Richtung Fahrerflucht.

Ohne die Paparazzi hätte die Polizei nämlich nie erfahren, dass Orlando seinen süßen Hintern zuerst vom Unfallort entfernt hatte, bevor er sich dann doch besann und zur ‚scene of crime’ zurückkehrte. Leugnen zwecklos, denn die ‚Paps’ haben natürlich alles gut sichtbar auf Video festgehalten. Und während die Officer noch darüber nachdenken, ob sie dem Schauspieler aufgrund dessen eine ‚Hit&Run’-Anzeige verpassen sollen, müssen sie sich auch schon mit der nächsten Anschuldigung der Fotografen auseinandersetzen: Orlando habe eine Sonderbehandlung erhalten. Der Schauspieler musste sich nämlich keinem Alkoholtest unterziehen, obwohl das eigentlich gang und gäbe ist und mehrere Zeugen gesehen haben, dass der Gute an dem Abend den einen oder anderen Drink zu sich genommen hatte.

Natürlich geht es den Paparazzi kein Stück darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern nur darum, eine möglichst gute Story zu haben. Aber Fakt ist: sie sorgen gerade dafür, dass die Cops ordentlich was zu tun haben, und lassen mit ihrem Insider-Wissen die Arbeit der Polizei fast schon ein bisschen lächerlich aussehen. Den Hollywoodianern scheint das auf jeden Fall zu gefallen, denn das Vorurteil, dass viele Celebrities bei der LAPD eine Sonderbehandlung bekommen, ist weit verbreitet. Es gibt sogar schon Leute, die der Berichterstattung der Gossip-Seiten mehr vertrauen, als der hiesigen Polizei...

Denn wen informierten die Besitzer des angefahrenen Wagens in der Nacht als Erstes? Die Cops? Nein! Sie schrieben eine ‚Das ist soeben passiert’-Email an Star-Blogger Perez Hilton! Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis die ersten Hollywood Kids auf die Frage nach ihrem späteren Berufswunsch antworten: Polizist, Feuermann, ...ach nee, doch lieber Paparazzo ;-)

Viele Grüße aus Lalaland.

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© Bild: Jessica Mazur