Promi -Helikopter-Eltern: Wenn die Angst ums eingene Kind ausartet

Yvonne de Bark mit ihren Kindern
Yvonne de Bark mit ihren beiden Kindern Lara und DorianKindern

Promis sprechen über die Erziehung ihrer Kinder

Die sogenannten ‚Helikopter-Eltern‘ haben eine Mission: ihren Kinder den Rücken freizuhalten, sie zu beschützen - koste es was es wolle!

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Schauspielerin und Zweifach-Mutter Yvonne de Bark ist eine "Ex-Helikopter-Mutter". Sie hat ihre Kinder nicht nur überbehütet sondern auch übermäßig gefördert: "Dann fing es an mit Klavier, Turnen, Tennis und dies und das. Mea culpa, das war viel zu viel, auch für die Kinder", so die ZWeifach-Mama im Interview mit RTL Exclusiv.

Die 42-Jährige hat aus ihren Fehlern gelernt –auch bei den Hausaufgaben. Die machen Lara, 12 und Dorian 11 sowieso viel lieber allein. „Sie hat mir schon ein paar Mal geholfen, aber wenn ich einen Rechtschreibfehler habe, dann bekomme ich ja eh schon Ärger vom Lehrer, da brauche ich nicht auch noch Ärger von meiner Mutter“, erklärt der elfjährige Dorian. "Man kann Kindern viel mehr zutrauen, als man glaubt," meint Mama Yvonne de Bark und liegt damit offenbar völlig richtig. Denn Autor Josef Kraus warnt vor den Folgen von Überbehütung, Überwachung und ständigem Eingreifen: "Für die Kinder bedeutet das, dass sie sich nicht selbstständig entwickeln, dass sie nicht mündig werden, dass sie sich immer auf die Eltern verlassen und obendrein aber hohe Ansprüche entwickeln. Wenn Kinder sich nicht mehr austoben dürfen, weil sie sich verletzen könnten, kann unter Umständen auch in einem Hyperaktivitätssyndrom münden."

Und wie schaut es bei Familie Imhof aus?! Die Wettermoderatorin Eva und ihr Mann, Moderator Peter Imhof, leben mit ihren zweijährigen Zwillingstöchtern in Berlin und kennen viele Helikopter-Eltern. „Das geht so weit, dass letztens ein Vater am Boden im Kiga abgetastet hat um nachzuschauen, ob die Fußbodenheizung auch ordentliche funktioniert, erzählt Eva Imhof. "Ich dachte vor der Geburt der Kinder, dass ich eine ängstliche Mutter sein würde. Bin ich aber gar nicht."

Doch warum werden Eltern überhaupt immer vorsichtiger, immer kontrollsüchtiger? "Erstens werden Menschen heutzutage immer später Eltern und alles ist durchgeplant! Zweitens geht der Trend zur Ein-Kind-Familie, das spielt eine große Rolle - für dieses Kind hat man mehr Zeit. Und drittens: Heute hat sich der Eindruck vermittelt, dass dein Kind nur eine Chance mit Abitur, Bachelor und Master hat", weiß Experte Josef Kraus.

Auch bei den Imhofs gibt es bereits helikopterartige Tendenzen. "Immer wenn ich ein paar Tage weg war und wiederkomme, sind die Kinder total ramponiert! Beulen und Kratzer überall", so Peter Imhof. "Wie stellst du mich denn jetzt dar?", interveniert Ehefrau Eva. "Ja das passiert bei mir nie", antwortet Peter. "Weil DU den Kindern ständig hinterherrennst!"

Huch, eigentlich neigen doch eher Frauen zu übervorsichtigem Verhalten. Das ist bei Familie Imhof offenbar ein wenig anders.

Bilderquelle: RTL

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