"Promi Big Brother": Für diese Promis hat sich der TV-Knast gelohnt

"Promi Big Brother": Für diese Promis hat sich der TV-Knast gelohnt
Mia Julia, Aaron Troschke und Hubert Kah konnten von "Promi Big Brother" profitieren © [M] ddp images

Schlagerstar Nino de Angelo ("Jenseits von Eden") steht dazu: Er zieht vor allem des Geldes wegen in den "Promi Big Brother"-Container. "Der größte Anreiz ist natürlich die finanzielle Geschichte", gibt der 51-Jährige offen zu. Tatsächlich lockt Sat.1 seine Kandidaten dem Vernehmen nach mit stattlichen Gagen in den TV-Knast, wenn dann noch das Preisgeld obendrauf kommt, umso besser. Wichtiger erscheint jedoch die Chance, der Karriere mit dem "PBB"-Auftritt dauerhaft neuen Schwung zu verleihen. Das gelang bisher aber nur wenigen Teilnehmern.

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Das wurde aus den Kandidaten

Follower-Gewinn dank "PBB": Aaron Troschke

Definitiv gelohnt hat sich "Promi Big Brother" für Aaron Troschke (26): Als Sieger der zweiten Staffel strich er nicht nur ein Preisgeld von 100.000 Euro ein, der Youtuber konnte seine Bekanntheit durch die Show ordentlich steigern. Sein Youtube-Kanal hatte vor dem Einzug in den Container etwa 22.600 Abonnenten, inzwischen sind es über 89.000. Der Zuwachs dürfte zu einem guten Teil "PBB" geschuldet sein. Außerdem ist Troschke seitdem regelmäßig als "Galileo"-Reporter und Youtube-Experte des "Sat.1-Frühstückfernsehens" im TV zu sehen.


Vom Pornosternchen zur Entertainerin: Mia Julia

Einen gewaltigen Popularitätsschub erlebte auch Mia Julia (28) nach ihrer Teilnahme an der zweiten Staffel. Zuvor war sie lediglich den Fans ihrer frühen Werke aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung und als nackte Ballermann-Sängerin bekannt, danach war Mia Julia auch dem Rest der Deutschen ein Begriff. Das schlug sich auch in einer rasanten Zunahme ihrer Gesangs-Auftritte und höheren Gagen nieder.


Die Rückkehr des Hubert Kah

Das vielleicht erstaunlichste Comeback gelang Hubert Kah (54, "Sternenhimmel"): Der Musiker war nach seinen NDW-Hits weitgehend in der Versenkung versunken, doch im Container verliebte sich das TV-Publikum sofort in seine kauzige Art. Seitdem ist er in den Medien immer wieder präsent, sein Album "Willkommen im Leben" verfehlte 2014 allerdings trotzdem die Charts. Aktuell ist er im neuen Videoclip "Hände hoch" seines NDW-Mitstreiters Joachim Witt (65) zu sehen, auch ein neues Kah-Album wurde angekündigt. Vielleicht am wichtigsten: Kah, der immer wieder mit Depressionen zu kämpfen hatte, gewann durch "PBB" ein neues Selbstbewusstsein. "Ich glaube, ,Promi Big Brother' war für mich eine gute Therapie", sagte er der "Bild". "Ich habe gemerkt, dass ich mich nicht verstellen muss, um von den Menschen geliebt zu werden."


Wer war das gleich nochmal?

Andere Kandidaten verschwanden nach "Promi Big Brother" schnell wieder in der Versenkung. Ronald Schill (56) etwa konnte die Verkäufe seiner Autobiografie ankurbeln, die Aussicht auf eine TV-Karriere zerschlug sich dagegen schnell - Sat.1 stampfte eine geplante Talkshow zusammen mit Hubert Kah wieder ein. Immerhin widmete VOX dem nach Brasilien ausgewanderten früheren Rechtspopulisten eine Ausgabe von "Goodbye Deutschland", in der er Besuch von Ex-Mitbewohnerin Janina Youseffian bekam - womit auch deren nennenswerte TV-Auftritte abgehakt wären. Auch von Hausbewohnern wie Natalia Osada (25), Liz Baffoe (46) oder Marijke Amado (61) hörte man nach "PBB" nicht mehr allzu viel.


Business as usual

Für die meisten anderen Teilnehmer änderte sich durch "Promi Big Brother" im Grunde genommen nichts. Jenny Elvers-Elbertzhagen (43) war auch nach dem Sieg in der ersten Staffel in den üblichen deutschen Filmproduktionen zu sehen und sorgte weiter vor allem mit ihrem Privatleben für Schlagzeilen. Auch auf die Karrieren von etablierten Stars wie Martin Semmelrogge (59) oder Michael Wendler (43) hatte der TV-Knast kaum Auswirkungen. Ähnliches gilt für Promis wie Paul Janke (33), Georgina Fleur Bülowius (25) oder Lucy Diakovska (39), die ohnehin vor allem in Reality-Formaten auftreten. Für sie gehören regelmäßige Auftritte in solchen Shows zum täglichen Brot, da sie nur so ihren Marktwert erhalten können.



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